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Samstag, 25. September 2010

Fall Dugard: Entführer soll begutachtet werden

Phillip Garrido hielt Jaycee Dugard 18 Jahre lang gefangen. Seinem Prozess kann er aber möglicherweise aus gesundheitlichen Gründen nicht folgen.
Garrido soll sich für seine Taten verantworten.

Garrido soll sich für seine Taten verantworten.
(Foto: REUTERS)

Im Fall des US-Entführungsopfers Jaycee Dugard ist der Prozess gegen ihren mutmaßlichen Kidnapper Phillip Garrido vorerst ausgesetzt worden. Das Gericht wolle zunächst ein Gutachten über Garridos psychischen Zustand abwarten, sagte eine Gerichtssprecherin der Nachrichtenagentur AFP nach einer Anhörung in Placerville nahe der US-Metropole San Francisco.

Garridos Anwalt habe Zweifel hinsichtlich des Gesundheitszustands des Angeklagten geäußert und das Gericht habe diese Zweifel als ausreichend begründet eingestuft, um den Prozess bis auf Weiteres zu unterbrechen, sagte sie. Demnach soll nun ein Experte darüber entscheiden, ob der verurteilte Sextäter Garrido gesundheitlich in der Lage ist, an einem Prozess teilzunehmen. Für den 8. Oktober wurde ein neuer Anhörungstermin angesetzt.

Garrido steht im Verdacht, die inzwischen 30 Jahre alte Dugard im Alter von elf Jahren verschleppt und mit Wissen seiner Frau Nancy 18 Jahre lang in einem Zelt im Hinterhof seines Hauses in Antioch nahe San Francisco festgehalten zu haben. Dort bekam sie zwei Kinder von ihm. Erst im August 2009 wurden sie und ihre Töchter durch einen Zufall entdeckt und befreit.

Das Paar muss sich unter anderem wegen Entführung und Vergewaltigung verantworten. Dem Gericht zufolge läuft der Prozess gegen Phillip Garridos Frau Nancy indes unvermittelt weiter.

AFP

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