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Der Sprengmeister hält in Nürnberg die Zünder der am Mittwoch entschärften Fliegerbombe in den Händen.
Der Sprengmeister hält in Nürnberg die Zünder der am Mittwoch entschärften Fliegerbombe in den Händen.(Foto: dpa)

Keine Bombe am Bahnhof: Entwarnung in Nürnberg

Der Bombenalarm am Nürnberger Hauptbahnhof ist aufgehoben worden. Nach einer Bombendrohung war am Morgen das Parkhaus des Bahnhofs mit Spürhunden abgesucht worden. Weil ein Hund bei einem Fahrzeug angeschlagen hatte, waren das Parkhaus, drei angrenzende Bahnsteige und die Osthalle das Bahnhofs sicherheitshalber abgeriegelt worden. In dem Fahrzeug sei jedoch kein Sprengsatz gefunden worden. Der Besitzer des Wagens stehe in keiner Verbindung zur Bombendrohung, sagte die Sprecherin. Der Geruchssinn von Polizeihunden sei sehr ausgeprägt. Die Tiere reagierten sogar, wenn mit dem Fahrzeug schon einmal Feuerwerkskörper transportiert wurden.

Menschenleerer Bahnhof am Mittwoch in Nürnberg.
Menschenleerer Bahnhof am Mittwoch in Nürnberg.(Foto: dpa)

Erst am Mittwoch war der komplette Nürnberger Hauptbahnhof mehrere Stunden wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesperrt worden. Leidtragende waren neben Anwohnern und Pendlern auch Besucher des Christkindlesmarktes. Rund dreieinhalb Stunden legten die Einsatzkräfte den Hauptbahnhof sowie den zentralen Omnibusbahnhof lahm. Zahlreiche Züge wendeten vorzeitig oder wurden umgeleitet. Busreisende konnten hingegen auf andere Haltestellen im Zentrum ausweichen. Zudem mussten rund 1300 Menschen ihre Wohnungen, Büros und Geschäfte verlassen.

Die Evakuierung lief dabei völlig problemlos. Es gab auch so gut wie keine Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Die Bevölkerung war noch am Vortag mit Handzetteln, per Internet und mit Rundfunk-Durchsagen auf die Situation vorbereitet worden.

Kurz nach 11.00 Uhr wurde die Entschärfung freigegeben. Für das Lösen der Zünder an den beiden Seiten der rund ein Meter langen Bombe benötigte der Sprengmeister wie geplant etwa eine Stunde. Kurz danach wurden die Sperrungen aufgehoben, die Bahnen fuhren wieder und die Menschen konnten in die Häuser zurückkehren. Der zehn Zentner schwere Blindgänger war am Montag in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs in einer Baugrube entdeckt worden.

Quelle: n-tv.de

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