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Bei dem Erdbeben kamen in den einstürzenden Häusern mehrere Menschen ums Leben.
Bei dem Erdbeben kamen in den einstürzenden Häusern mehrere Menschen ums Leben.(Foto: REUTERS)

Schwere Erschütterungen in Indien: Erdbeben reißt mehrere Menschen in den Tod

Der Tag ist erst wenige Stunden alt, als im Nordosten Indiens plötzlich die Erde bebt. Zahlreiche Menschen rennen auf die Straßen, doch für einige kommt jede Hilfe zu spät. Das schwere Beben hat auch verheerende Folgen im Nachbarland Bangladesch.

Nach einem schweren Erdbeben im Nordosten Indiens haben Rettungskräfte in der Region neun Leichen geborgen. Mindestens 200 Menschen wurden verletzt. Im indischen Bundesstaat Manipur kamen nach offiziellen Angaben sechs Menschen ums Leben, als Hauswände einstürzten und Steine herabfielen. Medienberichten zufolge starben im benachbarten Bangladesch drei Menschen an Herzinfarkten.

In Indien seien mehr als 40 Menschen durch das Beben verletzt worden, sagte ein ranghoher Regierungsbeamter von Manipur. Ein Krankenhausvertreter in Imphal berichtete sogar von mehr als 50 Verletzten. Viele von ihnen hätten Kopfverletzungen oder Brüche an Beinen und Armen erlitten.

In Bangladesch wurden mindestens zehn Menschen in Krankenhäusern behandelt. Allein in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Dhaka wurden nach Angaben der Polizei 40 Verletzte behandelt. Unter ihnen sei ein Student, der aus Angst aus dem vierten Stock gesprungen sei und sich lebensgefährlich verletzt habe. Vier Menschen seien verletzt worden, als ein Haus im nordöstlichen Distrikt in sich zusammenfiel, sagte ein Polizeisprecher.

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an, das Geoforschungsinstitut in Potsdam maß 6,6. Die Erschütterungen waren auch in Myanmar, Bangladesch und Bhutan zu spüren.

Beben beginnt am frühen Morgen

Da das Erdbeben während des Sonnenaufgangs passierte, seien die meisten Menschen in ihren Häusern gewesen. Es gebe in der Region aber wenige Hochhäuser, die besonders einsturzgefährdet sind. Vielmehr würden in Manipur an der Grenze zu Myanmar vor allem einstöckige Häuser gebaut. Der Nachrichtensender NDTV zeigte Bilder von Rissen in Wänden und eingestürzten Mauern. Menschen rannten in Panik auf die Straßen, als das Beben um 4.35 Uhr Ortszeit begann. "Unser Gebäude hat angefangen zu wanken, und wir sind einfach nur noch in Sicherheit gerannt. Es war das schwerste Erdbeben, das wir in unserem Leben erlebt haben", sagte ein Mann dem Sender "Times Now".

Das Epizentrum des Bebens lag nur 29 Kilometer westlich von der Landeshauptstadt Imphal, in der mehr als 250.000 Menschen leben. Im April vergangenen Jahres hatte ein gewaltiges Erdbeben den angrenzenden Himalaya erschüttert und in Nepal, Indien, China und Bangladesch insgesamt rund 9000 Menschen in den Tod gerissen. Im Oktober und Dezember wurde das Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan erschüttert.

"Ich habe gemerkt, wie mein Raum sich im Gästehaus der Regierung in Siliguri bewegte", schrieb Handelsministerin Nirmala Sitharaman auf Twitter. Ebenfalls auf Twitter bat Premierminister Narendra Modi den Innenminister Rajnath Singh, der ebenfalls gerade in der Region ist, die Situation vor Ort zu beobachten.

Quelle: n-tv.de

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