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Möbelklassiker von Ikea: Erfinder des "Billy"-Regals ist tot

Es mag nicht in jedem Wohnzimmer stehen, ist aber eines der bekanntesten Regalsysteme von Ikea: "Billy". Nun stirbt Gillis Lundgren, der Erfinder des schwedischen Möbelklassikers.

Der Erfinder des "Billy"-Regals von Ikea, Gillis Lundgren, ist tot. Das berichten mehrere schwedische Zeitungen. Wie nun bekannt wurde, starb er bereits am 25. Februar im Alter von 86 Jahren. "Wir behalten Gillis als einen Mann voller Ideen in Erinnerung, die schnell zu praktischen Produkten wurden", sagte eine Sprecherin der Möbelhauskette der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" anlässlich seines Todes.

"Billy" gibt es mittlerweile in verschiedenen Farben und Größen.
"Billy" gibt es mittlerweile in verschiedenen Farben und Größen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der 1929 geborene Lundgren stieg nach seinem Studium in Malmö 1953 in das Unternehmen ein, das damals nur über wenige Angestellte verfügte. Er war der insgesamt dritte Mitarbeiter von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. Ursprünglich sollte er sich um den Produktkatalog des Unternehmens kümmern.

Doch schnell übernahm der kreative Kopf auch andere Aufgaben wie das Designen von Möbeln. Er soll außerdem dahinter stecken, dass Ikea seine Möbel bis heute in flachen Paketen verschickt. Dabei werden die Möbel möglichst platzsparend in Einzelteile zerlegt, die der Kunde dann selbst wieder zusammenbauen muss. Die Idee soll Lundgren gekommen sein, als er die Beine eines Tischs abschrauben ließ, um ihn so leichter versenden zu können.

Ein skandinavischer Jungenname

Das "Billy"-Regal erfand Lundgren 1979 - der Legende nach entstand der Entwurf auf einer Serviette. "Billy" entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem der bekanntesten Regalsysteme von Ikea. Es wurde mittlerweile weit mehr als 40 Millionen Mal verkauft.

Der Name "Billy" entspricht dabei der traditionellen Namensgebung bei Ikea. So sind Regale immer nach skandinavischen Jungennamen benannt - also etwa "Ivar" oder eben "Billy". Daneben entwarf Lundgren etwa den Stuhl "Ögla", das Schubladenelement "Tore" und den Hocker "Frosta".

2012 erhielt Lundgren den schwedischen "Tenzingpreis", benannt nach Tenzing Norgay, der als Träger von Edmund Hillary als einer der ersten Menschen den Mount Everest bezwang. Lundgren wurde für seinen Anteil an der weltweiten Expansion von Ikea geehrt.

Quelle: n-tv.de

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