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Die Asche von Renato Bialetti wird in einer Espresso-Kanne beigesetzt.
Die Asche von Renato Bialetti wird in einer Espresso-Kanne beigesetzt.(Foto: AP)

"La Moka" als Urne: Erfinder in Kaffeekanne beigesetzt

Der Tod ist keine schöne Sache. Deswegen geben Angehörige ihren Liebsten gerne etwas Persönliches mit auf die letzte Reise. Und so hatten auch die Kinder von Renato-Bialetti eine ganz besondere Idee für die Beerdigung ihres Vaters.

Wie kann ein Kaffeekannen-Erfinder standesgemäß beendigt werden? – Natürlich in einer Kaffeekanne. Vergangene Woche ist der italienische Kaffeekönig Renato Bialetti im Alter von 93 Jahren gestorben. Jetzt wurde er in der norditalienischen Gemeinde Casale Corte Cerro westlich des Lago Maggiore in einer Espresso-Kanne beigesetzt.

Renato Bialetti war bekannt für seinen Schnauzbart.
Renato Bialetti war bekannt für seinen Schnauzbart.(Foto: Twitter/ARD Rom)

Die Idee für die außergewöhnliche Urne sollen seine Kinder Alessandra, Antonello und Alfonso gehabt haben, schreibt die "Bild"-Zeitung. Bei der Kanne handelt es sich um das Kult-Objekt "La Moka". Es wurde weltweit 330 Millionen Mal verkauft.

Renato Bialetti hatte in den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts die gleichnamige Expresso-Kannen-Firma seines Vaters geerbt. Der Vater ist auch der eigentliche Erfinder von "La Moka". Wie die "Süddeutsche" schreibt, war es aber Sohn Renato, der die Kanne mit einer geschickten Marketingstrategie in der ganzen Welt bekannt machte.

Ein Teil der Strategie war es, selbst in den Werbespots aufzutreten und so als "Mann mit dem Schnauzbart" bekannt zu werden – jener Mann mit Schnauzbart, der auch die Kannen ziert. Nun findet die Asche des Kannen-Erfinders im Familiengrab ihre letzte Ruhe.

Quelle: n-tv.de

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