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Das technische Hilfswerk hilft bei den Aufräumarbeiten.
Das technische Hilfswerk hilft bei den Aufräumarbeiten.(Foto: dpa)

Flugzeugkatastrophe von Wölfersheim: Ermittler identifizieren Leichen

Warum in Hessen zwei Kleinflugzeuge aufeinanderprallten und acht Menschen ihr Leben verloren, wissen die Behörden noch nicht. Erste Untersuchungen liefern aber ausreichend Informationen über die Identität der Opfer. Auch Kinder waren an Bord.

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Die Behörden wissen jetzt, wer bei der Flugzeug-Kollision in Hessen ums Leben gekommen ist. Es handelt sich um eine Familie aus dem Kreis Offenbach und ein Paar aus Frankfurt mit ihrem Kind. Die Familie aus dem Kreis Offenbach, die in einer der Maschinen saß, setzt sich aus dem 40-Jährigen Vater, der 42 Jahre alten Mutter sowie drei Kinder im Alter von zwei, sechs und acht Jahren zusammen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Gießen und die Polizei mit. An Bord des anderen Flugzeuges saß ein 42 Jahre alter Mann, seine 33 Jahre alte Lebensgefährtin und ihre vier Jahre alte Tochter.

Die beiden Kleinflugzeuge waren am Samstag rund 30 Kilometer nördlich von Frankfurt in der Luft kollidiert und bei Wölfersheim auf ein Feld gestürzt. Die Ursache ist weiter unklar. Die Leichen wurden am Montag obduziert. Die Ermittler betonten, die endgültigen Ergebnisse lägen zwar noch nicht vor. Doch gebe es den ersten Ermittlungen zufolge "keine berechtigten Zweifel" an der Identität der Opfer.

Die Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) trugen weitere Erkenntnisse zusammen. Sie befragten Zeugen und untersuchen die Wracks. In den nächsten Tagen sollten auch Daten zu den Flugrouten der beiden Maschinen detailliert ausgewertet werden.

Der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen zufolge waren die beiden Unglücksmaschinen nach Sicht geflogen. "Wir unterscheiden nach Sichtflug- und nach Instrumentenflugregeln", erklärte DFS-Sprecher Axel Raab. Wer nach Sicht fliege, müsse unter anderem das Prinzip "sehen und gesehen werden" sowie die Vorfahrtsregeln beachten. "Ähnlich wie beim Autofahren herrscht auch in der Luft rechts vor links."

Kleinflugzeuge sind dem DFS-Sprecher zufolge meist nach der Sichtflugregel unterwegs. Es gebe aber auch viele, die den Instrumentenflug nutzten und dann von Fluglotsen geführt würden.

Quelle: n-tv.de

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