Panorama

Polizei bei Tollensesee-Mord weiter"Es war der Dicke"

29.01.2012, 13:49 Uhr

Ein anonymer Anrufer bringt neuen Schwung in die Ermittlungen der Polizei zum Fall der zerstückelten Frauenleiche aus dem Tollensesee bei Neubrandenburg. Der Mann verstärkt die Vermutung, dass es sich um ein Verbrechen im Rotlichtmilieu handelt. Zudem beschuldigt er einen rätselhaften "Dicken", der für die Tat verantwortlich sei.

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Am Neujahrstag wurden Teile der Frau im Tollensesee entdeckt. (Foto: picture alliance / dpa)

Im Fall der zerstückelten Frauenleiche vom Tollensesee in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei nach der Veröffentlichung zweier anonymer Anrufe neue Erkenntnisse. Es gebe aber noch keine heiße Spur, teilte die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg mit. Weder die Identität des Opfers noch die des Anrufers seien bislang geklärt. "Der entscheidende Hinweis war noch nicht dabei", sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. Teile der Leiche waren am Neujahrstag in dem See bei Neubrandenburg entdeckt worden. Das Alter der Frau wurde mit 25 bis 55 Jahre angegeben.

Die Polizei veröffentlichte Mitschnitte eines anonymen Anrufers. Der offenbar ältere, den örtlichen Dialekt sprechende Mann hatte sich rund eine Woche zuvor zweimal an einem Tag von öffentlichen Telefonanschlüssen bei der Polizei gemeldet. In einem der beiden Notruf-Mitschnitte nannte er einen Frauennamen und bezifferte das Alter der Frau auf 31.

Weiter sagte er: "Polin, Hure, wollte dem Dicken von Krakow das Geschäft abnehmen." Im zweiten nannte er einen anderen Nachnamen und fügte hinzu: "Es war der Dicke." Mit den Behörden in Polen stehe man im Kontakt, einen Ermittlungserfolg gebe es hier aber ebenfalls noch nicht, erklärte Zeisler. "Auch der Name hat uns bislang noch nicht weitergebracht." Bereits zu Beginn der Ermittlungen habe es den Verdacht gegeben, dass das Opfer aus der Rotlichtszene komme - allerdings werde dort niemand vermisst.

Quelle: dpa