Mittwoch, 27. August 2008
Viele Tote durch "Gustav": Evakuierungen in Kuba
Bei seinem Zug durch die Karibik hat Wirbelsturm "Gustav" bisher mehr als ein Dutzend Menschen in den Tod gerissen. Nach offiziellen Angaben der Behörden von Haiti auf der Insel Hispaniola starben dort fünf Einwohner, sieben wurden verletzt. In der benachbarten Dominikanischen Republik berichteten Medien von acht Toten. Mit nur noch sieben Kilometer pro Stunde bewegte sich "Gustav" am Mittwoch in nordwestlicher Richtung voran.
In Haiti stand die Stadt Jacqmel, wo der Hurrikan auf Land getroffen war, meterhoch unter Wasser. Auch in anderen Ortschaften der Region kam es zu Überflutungen. Es gab keine Verkehrsverbindungen. Das Stromnetz brach teilweise zusammen. Der Sturm hatte länger als erwartet über der Region gewütet und Dächer abgedeckt, Bäume und Strommasten stürzten um. Lokale Medien vermuteten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen werde.
Inzwischen stuften die Meteorologen "Gustav" zum Tropensturm herab, nachdem er über den bis zu 1400 Meter hohen Bergen in diesem Teil Haitis an Kraft verloren hatte. Nach Berechnungen der Meteorologen wird sich "Gustav", der am Mittwochmorgen mit Windgeschwindigkeiten von 95 Kilometern pro Stunde südlich von West-Kuba wieder das offene Meer erreichte, jedoch erneut zum Hurrikan verstärken. Die Wetterdienste erwarten, dass der Wirbelsturm in den kommenden Tagen südlich an Kuba vorüberziehen wird, um am Wochenende über die Ostspitze Kubas hinweg den Golf von Mexiko zu erreichen.
In Kuba und Jamaika liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die kubanische Regierung ordnete die Evakuierung gefährdeter Gebiete an. Bis zum Mittwochmorgen wurden 6000 Menschen, darunter auch ausländische Touristen, in Sicherheit gebracht.
Auch in den USA versetzten die Behörden die Menschen an der amerikanischen Golfküste in Alarmbereitschaft. In Baton Rouge (US-Staat Louisiana) wurden die Bewohner aufgerufen, sich auf einen möglicherweise zerstörerischen Sturm einzustellen, berichtete der US- Fernsehsender CNN. Meteorologen wiesen jedoch darauf hin, dass der künftige Weg von "Gustav" noch unklar sei.
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Panorama
-
Zwei Tote
Flugzeug stürzt ab
-
Falsche Tochter schöpft Verdacht
Entführung fliegt nach 23 Jahren auf
-
Messie-Wohnung in Berlin-Neukölln
Entrümpler finden Gebeine
-
Havarie der "Costa Concordia"
Ermittler untersuchen Video
-
Von eisig und trocken zu kalt und nass
Auf Eiseskälte folgt gefährliche Glätte
-
Angeschossene Kongressabgeordnete
Kriegsschiff nach Giffords benannt
-
"Das hier ist meine Kaliber .45"
Mann "erschießt" Computer
-
Sorge um japanischen Kaiser
Akihito muss ins Krankenhaus
-
Serbien spart Strom
Behörden machen dicht
-
Heizung defekt
Totes Pärchen entdeckt
-
Nahe der psychiatrischen Klinik
Madonna-Stalker gefasst
-
Zeitungsbericht stiftet Verwirrung
Mord an Papst Benedikt geplant?


