Panorama

Strauss-Kahn empfindet Abscheu: Ex-Geliebte hat Buch geschrieben

Eine frühere Geliebte von Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn schreibt einen Roman über ihr Verhältnis zu "DSK". Das Buch erscheint in der kommenden Woche, und gut kommt der gefallene Politiker nicht darin weg: Sie beschreibt ihn als Mischwesen aus Mensch und Schwein.

Enthüllt: Das "geheime Leben" des DSK.
Enthüllt: Das "geheime Leben" des DSK.

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn will sich gegen den Roman einer Ex-Liebhaberin zur Wehr setzen. In einem Brief an den Gründer des französischen Nachrichtenmagazins "Le Nouvel Observateur" äußerte der in mehrere Sex-Affären verstrickte Politiker seine "Abscheu" über das Werk. Gleichzeitig kritisierte er die Redaktion des "Nouvel Obs", die der Autorin den Titel der jüngsten Ausgabe widmet. Ganz ungeachtet des fiktionalen Charakters sei das Buch ein verachtenswerter Angriff auf seine Person und Würde, schreibt Strauss-Kahn.

In dem kommende Woche erscheinenden Buch "Belle et bête" - das übersetzt sowohl "Die Schöne und das Biest" als auch "Schön und dumm" heißt - hat die Autorin Marcela Iacub nach eigenen Angaben eine mehrmonatige Affäre mit Strauss-Kahn verarbeitet. Die Beziehung soll von Januar bis August vergangenen Jahres angedauert haben. Strauss-Kahn hatte damals noch mit Vergewaltigungsvorwürfen eines New Yorker Zimmermädchens zu kämpfen. Jene Affäre wurde erst Ende 2012 mit einer außergerichtlichen Einigung beigelegt.

"Belle et bête" soll am 27. Februar erscheinen.
"Belle et bête" soll am 27. Februar erscheinen.

Im Interview mit dem "Nouvel Observateur" stellt Iacub den ehemaligen Spitzenpolitiker als egoistisches unsensibles Mischwesen aus Mensch und Schwein dar. Er sei jedoch kein Vergewaltiger und nicht einmal böse, meinte die Autorin. Der 63 Jahre alte Strauss-Kahn schrieb in seinem Brief an den "Nouvel Obs"-Gründer, er empfinde Abscheu über das Verhalten einer Frau, die verführe, um ein Buch zu schreiben und Gefühle finanziell ausschlachte.

Neben Strauss-Kahn drohte auch dessen Frau Anne Sinclair mit rechtlichen Schritten gegen den "Nouvel Observateur" und die Autorin. Sie hatte erst im vergangenen Sommer ihre Trennung von "DSK" bestätigt. Für den früheren Direktor des Internationalen Währungsfonds ist das Buch im Kampf um einen Neuanfang eine weitere Belastung. Er muss wegen der Teilnahme an illegalen Sex-Partys noch immer eine Anklage in Frankreich fürchten.

Quelle: n-tv.de

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