Donnerstag, 13. August 2009
Gegen den Vogelschutz verstoßen: Exxon zahlt 600.000 Dollar
Am 24. März vor 1989 lief der Supertanker "Exxon Valdez" auf das Bligh-Riff im Prinz-William-Sund auf. 42 Millionen Liter Öl liefen aus und verwandelten einen 2400 Kilometer langen unberührten Küstenstreifen in einen klebrigen Teerstrand. 250.000 Seevögel, 2800 Otter, 300 Seehunde, 250 Seeadler und 20 Wale starben.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der Tod von rund 85 Zugvögeln kommt den US-Ölgiganten Exxon teuer zu stehen. Wie das US-Justizministerium mitteilte, bekannte sich der Konzern vor einem Bundesgericht in Denver schuldig, gegen Gesetze zum Schutz bedrohter Vögel verstoßen zu haben. Das Unternehmen habe dabei einer Strafzahlung von 600.000 Dollar zugestimmt.
Zudem verpflichtete sich Exxon, ein 2,5 Millionen Dollar teures Vogelschutzprogramm aufzulegen.
Gerichtsakten zufolge kamen die Vögel in Exxon-Werken in den Bundesstaaten Colorado, Wyoming, Oklahoma, Texas und Kansas in Kontakt mit Kohlenwasserstoff und verdrecktem Wasser, das sich in nicht abgedeckten Behältern befand. Zu den verendeten Vögeln gehörten unter anderem Falken und Eulen.
Der Tanker Exxon Valdez bei Reparaturarbeiten im Hafen von San Diego/Kalifornien (1989).
(Foto: picture-alliance/ dpa)
rts
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