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Dieses Foto überführte Andrew McLeod-Baikie als Bigamisten.
Dieses Foto überführte Andrew McLeod-Baikie als Bigamisten.(Foto: Facebook/Helen McLeod-Baikie)

Zwei Ehefrauen zur selben Zeit: Facebook-Foto entlarvt Bigamisten

Wer Fotos auf Facebook postet, sollte sich vorher genau überlegen, wer diese sehen könnte. Eine Frau aus Wales entdeckt auf dem Portal Bilder ihres Ehemannes und seiner frisch angetrauten Partnerin. Dabei ist der Mann nicht geschieden.

Andrew McLeod-Baikie hätte wohl die Einstellungen auf seinem Facebook-Profil genauer prüfen sollen, bevor er seine Hochzeitsfotos hochlud. Innig an seine frisch angetraute Frau Helen gekuschelt, schaut er zufrieden in die Kamera. Weniger zufrieden stimmten die Fotos hingegen seine erste Ehefrau Susan. Sie erfuhr von einem Freund von den Bildern ihres Mannes auf Facebook und verständigte die Polizei.

Susan McLeod-Baikie sagte den Beamten, dass der Mann auf den Fotos noch immer mit ihr verheiratet sei. Der 52-Jährige wurde daraufhin festgenommen. Der Immobilienmakler hatte sich online von Susan scheiden lassen, bevor er Helen heiratete. Das Dokument war allerdings nicht rechtskräftig. Er gab an, nicht gewusst zu haben, dass seine erste Ehe noch Gültigkeit besitze.

Der 52-Jährige hatte sich im August 2010 von Susan getrennt und das gemeinsame Haus verlassen. Sie reichte knapp fünf Monate später die Scheidung ein, doch die Bürokratie verlangsamte den Prozess enorm, berichtet "Dailymail". Als Susan die Fotos erblickte, verständigte sie ihren Mann, der ihr versicherte, er habe sich vor zwei Jahren online von ihr scheiden lassen. Der Waliser beteuerte dies auch gegenüber der Polizei und gab an, im Jahr 2012 etwa 600 Pfund (circa 787 Euro) für die Online-Scheidung bezahlt zu haben. Die entsprechenden Papiere, die keine Rechtsgültigkeit besaßen, legte der fünffache Vater dem Standesbeamten vor, der ihn und seine zweite Frau trauen sollte. Es gab keine Einwände.

Strafzahlung wegen Bigamie

"Es ist alles ein großes Missverständnis", sagte Andrew McLeod-Baikie dem Blatt. Ein Gericht im walisischen Pembrokeshire verurteilte den Mann zu einer Strafzahlung in Höhe von 800 Pfund (etwa 1050 Euro) wegen Bigamie und mahnte zur besseren Prüfung der Papiere. Zudem müsse er seine zweite Frau Helen erneut ehelichen. Das Paar plane nun eine zweite preisgünstige Hochzeit. Trotz ihrer ungültigen Ehe hat Helen auf ihrem Facebook-Profil ihren Mädchennamen bereits abgelegt und nennt sich McLeod-Baikie. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn.

Susan McLeod-Baikie sagte unterdessen: "Es gibt eine Menge Dinge, die ich gerne sagen würde, aber ich muss an das Wohl unserer gemeinsamen Kinder denken." Für sie sei die ganze Sache lächerlich. "Jeder anständige Mensch würde die Papiere genau prüfen, bevor er wieder heiratet", sagte die vierfache Mutter dann lediglich.

Quelle: n-tv.de

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