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Zuletzt im Februar 2015 lehnte ein Gericht in Krakau die Auslieferung von Polanski an die USA ab.
Zuletzt im Februar 2015 lehnte ein Gericht in Krakau die Auslieferung von Polanski an die USA ab.(Foto: picture alliance / dpa)

Regisseur will zurück in die USA: Fall Polanski beschäftigt wieder die Justiz

Seit fast 40 Jahren hat Regisseur Roman Polanski die USA nicht mehr betreten, weil ihm aufgrund eines Missbrauchsverfahrens bei der Einreise die Verhaftung droht. Sein Anwalt will vor einem Gericht in Los Angeles eine Einigung erzielen.

Ein fast 40 Jahre altes Missbrauchsverfahren gegen Regisseur Roman Polanski ("Der Pianist", "Tanz der Vampire") ist in Kalifornien wieder vor Gericht. Am Montag führte Polanskis Anwalt Harland Braun vor Richter Scott Gordon in Los Angeles aus, dass sein Mandant den langjährigen Fall hinter sich bringen wolle, auch um wieder in die USA reisen zu können. Braun argumentierte, dass Polanski schon 1978 eine Strafe in den USA verbüßt und 2009 und 2010 zudem weitere Monate unter Hausarrest in der Schweiz verbracht habe. Der Anwalt dringt auf eine Garantie, dass Polanski im Falle seiner Rückkehr in die USA keine weitere Haftstrafe absitzen müsse.

Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen, dass ein "reicher Prominenter" wie Polanski keine Sonderbehandlung verdiene. Der Regisseur müsse persönlich vor Gericht erscheinen, so dass dort das Strafmaß gegen ihn verkündet werden könne, sagte die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Michele Hanisee. Wie Gerichtssprecherin Mary Hearn mitteilte, hat der Richter nun 90 Tage Zeit, um seine Entscheidung bekannt zu geben.

Der Fall geht auf ein Sexualverbrechen im Jahr 1977 zurück. Der polnisch-französische Filmemacher, heute 83 Jahre alt, hatte damals den Missbrauch einer 13-Jährigen zugegeben und verbrachte 42 Tage unter psychiatrischer Beobachtung. Im Gegenzug für das Geständnis wollte der damalige Richter von einer langen Haftstrafe absehen. Unmittelbar vor der Urteilsverkündung gab es aber Zweifel an der Zusage, Polanski floh nach Frankreich und betrat die USA seitdem nie wieder.

Quelle: n-tv.de

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