Panorama
Mittwoch, 30. August 2017

Knarre statt Klingelbeutel: Falsche Nonnen überfallen Bank

Mit Pistole und Sonnenbrille stürmen zwei Frauen im vollen Nonnengewand und Schleier eine Bank im US-Bundesstaat Pennsylvania. Doch die falschen Glaubensschwestern kommen nicht zum Zug - denn echte Polizisten sind schnell vor Ort.

Als Nonnen verkleidet haben zwei Frauen versucht, eine Bank in Tannersvillle, im Nordosten des US-Bundesstaates Pennsylvania zu berauben. Wie "Foxnews" mitteilte, stürmten die beiden in vollständigem Nonnen-Habit samt weißen Schleier am Montag kurz nach Mittag in die Filiale.

Eine der beiden zog eine geladene Pistole und bedrohte die Angestellten. Die "Glaubensschwestern" forderten Bargeld, zogen jedoch ohne Beute wieder ab, weil die Polizei alarmiert wurde und rechtzeitig am Tatort eintraf. Den Frauen gelang die Flucht.

Nach Angaben des FBI waren die beiden "Nonnen" lateinamerikanischer Herkunft. Das Gesicht einer von ihnen war zusätzlich mit einer Sonnenbrille verdeckt. Niemand der anwesenden Kunden oder Bankmitarbeitern sei verletzt worden, so die Polizei. Nach den beiden unbekannten Verdächtigen wird gefahndet. Das FBI stellte Bilder aus der Überwachungskamera online.

Inspiration durch Kinofilme

Der versuchte Überfall erinnert an den Spielfilm "The Town - Stadt ohne Gnade", welcher sich großer Beliebtheit erfreut. In dem Kinohit verübt eine Gangsterbande in der US-Stadt Boston mit Masken hunderte Überfälle. Dabei verkleiden sich die Ganoven unter anderem auch als Polizisten und Nonnen. Immer wieder lassen sich Kriminelle von "The Town" inspirieren - und narren die Polizei.

Vor drei Jahren raubten drei als weiße Polizisten verkleidete Schwarze ein Geschäft in New York aus. Die Männer trugen professionelle Masken und wie in dem Kinostreifen reinigten sie den Schauplatz des Überfalls mit Bleiche, um ihre DNA-Spuren zu beseitigen, und zeigten den Angestellten Bilder ihres abfotografierten Hauses, um sie einzuschüchtern und gefügig zu machen.

Die Polizei kam den Dreien schließlich auf die Spur, nachdem einer der Verdächtigen dem Filmausstatter in einer Mail zu seinen "unglaublich" realistischen Masken gratuliert hatte.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen