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Stundenlang war dichter Qualm über dem Gelände von Wiesenhof zu sehen.
Stundenlang war dichter Qualm über dem Gelände von Wiesenhof zu sehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Millionenschaden bei Wiesenhof: Feuerwehr kämpft stundenlang mit Großbrand

Hunderte Helfer sind die ganze Nacht im Einsatz, um den Brand beim niedersächsischen Geflügelfleischhersteller Wiesenhof unter Kontrolle zu bringen. Dazu setzen sie auch schweres Gerät ein. Noch am frühen Morgen lodern neue Feuer auf.

Der Großbrand beim Geflügelproduzenten Wiesenhof im niedersächsischen Lohne ist weitgehend gelöscht. Laut Feuerwehr gab es an diesem Dienstagmorgen allerdings noch einige Glutnester. 470 Einsatzkräfte waren am Montagnachmittag ausgerückt, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

In der Nacht hatte einem Polizeisprecher zufolge der Wind nachgelassen, was die Löscharbeiten erleichterte. Mit Baggern und Radladern wurden Rolltore geöffnet, um in die ausgebrannten Hallen zu gelangen. Die Feuerwehr setzte ein spezielles Gemisch aus Löschschaum und Wasser ein, um immer wieder aufflackernde Brandherde an verschiedenen Stellen zu löschen. Neben zahlreichen Feuerwehrleuten unterstützten auch Dutzende Freiwillige von Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk die Arbeit am Brandort. Durch den Großbrand wurden zwei Menschen leicht verletzt, laut Polizei ein Feuerwehrmann und ein Arbeiter einer Fremdfirma.

Wiesenhof lässt Hähnchen anderswo schlachten

Das Feuer war am Ostermontag aus noch ungeklärten Gründen ausgebrochen. Innerhalb kurzer Zeit standen zwei Hallen des Geflügelproduzenten lichterloh in Flammen. Stundenlang stiegen schwarze Rauchwolken über dem Gelände auf. Anwohnern in einem direkt an die Fabrik angrenzenden Wohngebiet wurde geraten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In Gefahr waren sie nach Polizeiangaben durch den Rauch aber zu keinem Zeitpunkt. Die Feuerwehr habe ständig Messungen durchgeführt. Der Schaden durch den Großbrand dürfte nach ersten Schätzungen im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Der Schlachtbetrieb für Hähnchen ist vorerst nicht mehr möglich. Schlachttiere würden sofort zu anderen Standorten umgeleitet, teilte Wiesenhof mit. Täglich wurden in Lohne bis zu 370.000 Hähnchen geschlachtet.

Bereits am Samstag war die Feuerwehr wegen eines Zwischenfalls auf das Werksgelände des Geflügelproduzenten ausgerückt. In einer Produktionshalle war Ammoniakalarm ausgelöst worden. Das Gebäude musste daraufhin geräumt werden. Die Ursache des Ammoniakaustritts ist noch nicht geklärt. Ob das Feuer am Montag auch in dieser Halle brannte, war zunächst unklar.

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Quelle: n-tv.de

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