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John and Shel Goldstein haben es getan.
John and Shel Goldstein haben es getan.(Foto: AP)

Tausende strömen in Standesämter: Florida legalisiert Homo-Ehe

Homosexuelle Paare klagen sich in Florida erfolgreich in die Ehe: Sie dürfen künftig rechtskräftig den Bund fürs Leben schließen - trotz eines republikanischen Gouverneurs und Protesten.

Unmittelbar nach der Aufhebung des Verbots der Homo-Ehe in Florida haben in dem südöstlichen US-Bundesstaat zahlreiche Paare geheiratet. Ab Mitternacht herrschte in vielen Standesämtern riesiger Andrang. An einigen Orten kamen so viele Heiratswillige, dass unter dem Jubel von Gästen und Schaulustigen Massenhochzeiten gefeiert wurden.

"Ich bin glücklich, dass es nun endlich erlaubt ist", sagte William Lee Jones, der seinen langjährigen Partner Aaron Huntsman heiratete, der Tageszeitung "Miami Herald". Die beiden gehörten zu einer Reihe von Paaren, die wegen des Verbots der Homo-Ehe gegen Florida geklagt hatten. Dieses ging auf eine Volksabstimmung im Jahr 2008 zurück.

Im August erklärte der Richter Robert Hinkle das Verbot allerdings für verfassungswidrig. In der vergangenen Woche entschied er nun, dass es von den Behörden nicht weiter durchgesetzt werden muss. Die staatliche Anerkennung der Homo-Ehe wird in den 50 US-Bundesstaaten unterschiedlich gehandhabt - Florida ist nun der 36., in dem sie zugelassen ist, obwohl mit Richard Scott ein Republikaner das Gouverneursamt in Florida bekleidet.

Scott reiht sich in eine Reihe von republikanischen Gouverneuren ein. Seit der Wahl Jeb Bushs im Jahr 1999 leitet fortwährend ein Republikaner die Geschicke des Bundesstaates. Bush wird als Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2016 gehandelt.

Quelle: n-tv.de

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