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Verzweifelt hält sich Pelen Huseyin am Bootsrand fest.
Verzweifelt hält sich Pelen Huseyin am Bootsrand fest.(Foto: twitter.com/Benjaminicholls)

Rettung in allerletzter Sekunde: Flüchtling krallt sich am Bootsrand fest

Das Bild, das die türkische Küstenwache von einem syrischen Flüchtling verbreitet, zeigt eine dramatische Szene: Das Boot ist beinahe schon komplett unter Wasser - er selbst kann sich nur mit Mühe an der Oberfläche halten. 27 seiner Gefährten sterben.

Die türkische Küstenwache hat Bilder von der spektakulären Rettung eines Flüchtlings verbreitet. Zu sehen ist, wie ein 20-jähriger Syrer kurz vor dem Untergang seines Bootes geborgen wird. Der Rumpf Boot ist schon fast komplett versunken, der junge Mann kann sich in der Bugspitze stehend gerade noch über der Wasseroberfläche halten. Ein Hubschrauber zog ihn in letzter Minute aus dem Meer.

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Das Boot war am vergangenen Montag bei Edremit an der türkischen Westküste mit Kurs auf die griechische Insel Lesbos gestartet, als es mit mehr als 30 Flüchtlingen an Bord voll Wasser lief. Der gerettete Flüchtling harrte als Letzter im sinkenden Boot aus und krallte sich verzweifelt am Bootsrand fest.

Unterkühlt und geschockt

Ein Offizier der Küstenwache sagte türkischen Medien, der Syrer sei "am Rande der Unterkühlung und in einem Schockstadium" gewesen. Nachdem er ein wenig zu sich gekommen sei, sei er in Tränen ausgebrochen. Insgesamt sollen nur sieben Passagiere des zehn Meter langen Bootes überlebt haben. 27 Menschen ertranken, darunter elf Kinder.

Trotz des Winterwetters begeben sich immer noch jede Woche Tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Europäischer Union. Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk gelangten seit Jahresbeginn 68.000 Menschen über die Türkei in den EU-Staat Griechenland. Die Internationale Organisation für Migration registrierte auf dieser Route im selben Zeitraum den Tod von 284 Flüchtlingen. Bei stürmischen Winden wurden alleine am vergangenen Wochenende 573 Migranten aus den Fluten gerettet. Dies teilte die griechische Küstenwache mit.

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Quelle: n-tv.de

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