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Tsunami - haushohe Welle: Flut mit verheerenden Folgen

Auf dem offenen Meer sind die Tsunami-Wellen oft nur einen halben Meter hoch, Schiffe bemerken sie gar nicht. Erst wenn das Wasser in Küstennähe flacher wird und die Welle an Geschwindigkeit verliert, türmt sie sich auf.

Diese Grafik zeigt die Ausbreitung des Tsunamis nach dem Chile-Beben.
Diese Grafik zeigt die Ausbreitung des Tsunamis nach dem Chile-Beben.(Foto: Reuters)

Das japanische Wort Tsunami bezeichnet eine haushohe Flutwelle, die mit rasender Geschwindigkeit über die Küste hereinbricht. Tsunamis werden meist von Seebeben ausgelöst. Die schweren Erschütterungen am Meeresgrund ereignen sich vor allem in bestimmten Regionen Asiens und des Pazifiks. Ein Seebeben muss der Erdbebenwarte Hongkong zufolge etwa eine Stärke von 7,7 erreichen, um einen Tsunami auslösen zu können. Das Beben vor der Küste Chiles hatte eine Stärke von 8,8.

Ein Tsunami ist hunderte Meter breit und reicht bis zum Meeresgrund - im Unterschied zu normalen Wellen, bei denen der Wind das Wasser nur an der Oberfläche aufwühlt. Jedes Mal, wenn die Flutwelle auf den Grund trifft, nimmt sie mehr Energie auf, wird größer und damit auch gefährlicher.

Ihre Geschwindigkeit ist von der Meerestiefe abhängig, sie kann bis zu 800 Stundenkilometer schnell werden. Auf dem offenen Meer sind die Tsunami-Wellen oft nur einen halben Meter hoch, Schiffe bemerken sie gar nicht. Erst wenn das Wasser in Küstennähe flacher wird und die Welle an Geschwindigkeit verliert, türmt sie sich auf, mitunter über zwanzig Meter hoch.

Tsunamis können auch durch unterseeische Erdrutsche, bei einem Vulkanausbruch oder durch das Einschlagen eines Asteroiden ins Meer entstehen. In selteneren Fällen entstehen sie durch meteorologische Ursachen wie rasche Temperaturänderungen. So sind kleinere Flutwellen auch schon an der europäischen Atlantikküste beobachtet worden. Am zweiten Weihnachtstag 2004 starben in Südostasien 220. 000 Menschen durch einen Tsunami.

Quelle: n-tv.de

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