Donnerstag, 26. November 2009
Die deutsche Antwort auf Warhol: Frankfurt huldigt Peter Roehr
Das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main und das Städel Museum widmen vom 28. November 2009 bis zum 7. März 2010 dem Künstler eine gemeinsame Ausstellung.
(Foto: dpa)
Warum druckt jemand unzählige Male Doppelpunkte auf Papier? Wirklich verstanden hat Peter Roehr wohl kaum jemand, als der junge Mann blattweise immer wieder ein und denselben Buchstaben, ein und dasselbe Zeichen auf einer der ersten elektrischen Schreibmaschinen tippte. Die wahre Bedeutung erlangte sein Schaffen - wie so oft in der Kunst - erst Jahre nach seinem Krebstod mit 23 Jahren. Heute gilt Peter Roehr als Vordenker der Minimal-Art-Bewegung, der Konzeptkunst und als konsequenter Verfolger des Pop-Art-Ansatzes. Er gilt als deutsche Antwort auf Andy Warhol.
Jetzt huldigt die Stadt Frankfurt einem ihrer wichtigsten Künstler der 60er Jahre. Gleichzeitig zeigen zwei Museen, das Museum für Moderne Kunst und das Städel Museum, rund 100 Werke in der Ausstellung "Peter Roehr. Werke aus Frankfurter Sammlungen". Damit solle auch die internationale Rezeption Roehrs gefördert werden, sagt der Direktor des Städel Museums, Max Hollein, am Donnerstag. Die Schau ist von diesem Samstag an bis zum 7. März 2010 zu sehen. Sie führt auch zur ersten gemeinsamen Ausstellung der beiden Häuser in der Geschichte.
dpa
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