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Die Fahrerin traf unglücklicherweise ein Klassenzimmer.
Die Fahrerin traf unglücklicherweise ein Klassenzimmer.(Foto: picture alliance / Dean Lewins/A)
Dienstag, 07. November 2017

Zwei Kinder in Sydney getötet: Frau rast in Schule und verursacht Blutbad

Ein Jeep rast in eine Grundschule der australischen Metropole Sydney. Die Fahrerin rammt mitten hinein in ein Klassenzimmer. Die Kinder im Alter von acht und neun Jahren haben kaum eine Chance. Die Polizei vermutet ein tragisches Versehen.

Eine Autofahrerin ist in Sydney mit ihrem Wagen in eine Grundschule gekracht und hat dabei zwei achtjährige Schüler getötet. Mindestens 20 weitere Kinder seien verletzt worden, mehrere von ihnen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Polizei. Die Polizei und Rettungskräfte sprachen von einem Blutbad, das die 52-Jährige angerichtet habe. Sie selbst sei unverletzt geblieben und für obligatorische Blut- und Urintests in eine Klinik gebracht worden.

Ein Polizist sagte, man gehe nicht davon aus, dass die Fahrerin vorsätzlich in die Schule im Viertel Greenacre gefahren sei. Es handele sich um ein sehr tragisches Ereignis. Die Notfall-Einsatzleiterin des Bundesstaats New South Wales, Stephanie Radnidge, sagte, am Ort des schrecklichen Unfalls habe es zahlreiche verzweifelte Kinder und Lehrer gegeben. "Es war offensichtlich die Hölle."

"Die Fahrerin war im Schockzustand"

Zum Zeitpunkt des Unfalls - circa 9.45 Uhr Ortszeit -  befanden sich Berichten zufolge 24 Schüler und ein Lehrer in dem Klassenzimmer einer Schule im Südwesten der Stadt. Nach Angaben des "Sydney Morning Herald" wurden zwei acht und ein neun Jahre altes Mädchen schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Weitere 17 Schüler sowie eine Lehrerin seien vor Ort versorgt worden.

Die 52-Jährige saß am Steuer eines Toyota Jeeps. Es soll sich um eine Frau aus der Gegend handeln. "Ich hörte einen lauten Knall aber ich aber mich nicht weiter drum gekümmert. Ich stieg gerade ins Auto und wollte losfahren, als ich Kinder schreien hörte", sagte Khaled Arnaout dem "Herald". Der Vater einer Schülerin der Banksia Road Public School eilte zur Hilfe. "Da war Blut und Kinder lagen schreiend auf dem Boden", so Arnaout.

Er habe geholfen, ein Kind unter dem Auto hervorzuholen. "Die Fahrerin war im Schockzustand. Sie tat mir leid, aber ich konnte mich nicht um sie kümmern", sagte Arnaout dem "Herald". Die Viertklässlerin Mariam Issmail saß zum Zeitpunkt des Unglücks in einem anderen Klassenzimmer. "Kinder haben geschrien, wollten zu ihrer Mama", sagte Issmail der Zeitung. "Wir mussten in unseren Klassenzimmern bleiben, bis unsere Eltern kommen."

Quelle: n-tv.de

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