Panorama
Zurzeit noch eine absolute Männerdomäne: Arbeit im Cockpit.
Zurzeit noch eine absolute Männerdomäne: Arbeit im Cockpit.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Samstag, 05. September 2009

Luft "ganz dünn": Frauen im Cockpit Mangelware

Im Cockpit von Flugzeugen sind Frauen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Dies gelte für alle deutschen Fluggesellschaften, sagte die Präsidentin der Vereinigung Deutscher Pilotinnen (VDP), Hedwig Sensen. Laut Sensen hat sich der Frauenanteil am Cockpitpersonal in den vergangenen Jahren allerdings leicht erhöht. Bei der Lufthansa habe er 2008 bei 4,5 Prozent gelegen, im Jahr 2004 seien es 3 Prozent gewesen. Die Lufthansa hatte 1986 damit begonnen, Flugschülerinnen anzunehmen.

Der geringe Frauenanteil ist nach den Worten von Sensen auf ein zu geringes Interesse von Mädchen für technische Berufe zurückzuführen. Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf schreckten allerdings auch viele junge Frauen ab, Pilotin zu werden. Bei der Lufthansa sei es zwar inzwischen möglich, als Kapitänin beziehungsweise Kapitän auch Teilzeit zu arbeiten. Dies sei aber eine große Ausnahme unter den Fluggesellschaften.

Im Luftverkehr gehe es ähnlich zu wie in den Chefetagen großer Unternehmen, sagte Sensen. Oben sei die Luft für Frauen "ganz dünn". Besonders eklatant sei der Frauenanteil beim deutschen Militär, wo es bislang nur zwei Kampfpilotinnen gebe. Auch der Sportflugbereich sei nach wie vor männerdominiert. Auf Flugplätzen würden Frauen oft noch als Exoten gesehen.

Um mehr junge Frauen für den Pilotinnen-Beruf zu begeistern, bräuchten diese vor allem Vorbilder, sagte Sensen. Außerdem müssten Mädchen möglichst früh ans Fliegen herangeführt werden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen