Panorama
Im österreichischen Innsbruck wurden Frauen anscheinend Opfer von Antänzern.
Im österreichischen Innsbruck wurden Frauen anscheinend Opfer von Antänzern.(Foto: imago stock&people)

Übergriffe an Silvester in Innsbruck: Frauen von Gruppen sexuell belästigt

In der Silvesternacht wiederholen sich in Köln die massenhaften Übergriffe auf Frauen nicht. Vier Tage nach dem Jahreswechsel werden derartige Vorfälle jedoch in Österreich bekannt. Hier sollen Männergruppen Frauen massiv bedrängt haben.

In der Silvesternacht ist es offenbar in Innsbruck zu mehreren sexuellen Übergriffen auf junge Frauen gekommen. Bisher hätten sich 18 Opfer gemeldet, sagte Ernst Kranebitter vom Tiroler Landeskriminalamt. Sie hätten angegeben, von Gruppen von bis zu zehn Männern im Stadtzentrum bedrängt und sexuell belästigt worden zu sein.

"So etwas ist bei uns noch nicht vorgekommen", sagte Kranebitter. Die Männer hätten um ihre Opfer herumgetanzt und ihnen dann plötzlich an die Brüste oder zwischen die Beine gefasst. Die Frauen seien allesamt um den Jahreswechsel herum attackiert worden, als der Tumult am größten gewesen sei, deshalb seien die Übergriffe für Umstehende meist unbemerkt geblieben.

Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Zwar gibt es nach Polizeiangaben Amateuraufnahmen von den Übergriffen, doch ist ihre Qualität zu schlecht, um die Männer identifizieren zu können.

Die Übergriffe erinnern an die Vorfälle in der Silvesternacht vor einem Jahr in Köln. Damals hatten hunderte Männer vor dem Hauptbahnhof Frauen sexuell belästigt und bestohlen. Um ähnliche Vorkommnisse zu verhindern, hatte die Polizei in Wien zum diesjährigen Silvester kostenlos 6000 Taschen-Alarmgeräte verteilt. Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt wurde zudem in ganz Österreich die Polizeipräsenz verstärkt.

Offenbar massenhafte Angriffe in Bangalore

Auch in Indien spielten sich beim Jahreswechsel offenbar ähnliche Szenen ab. Im Stadtzentrum von Bangalore sollen Frauen von Männerbanden verfolgt, betatscht, sexuell belästigt und bestohlen worden sein.

Ein Polizeisprecher sagte, ermittelt werde unter anderem wegen sexueller Belästigung und Versuche, die Frauen gegen ihren Willen festzuhalten und zu entkleiden. In sozialen Netzwerken waren zuvor Videoaufnahmen aufgetaucht, die weinende und laut um Hilfe rufende Frauen zeigten.

Quelle: n-tv.de

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