Panorama

Protest gegen #makerapelegal: Frauenfeind Roosh V. lebt noch bei Mama

Vergewaltigungen im privaten Rahmen sollen legal sein, meint Daryush Valizadeh alias Roosh V. Vergangene Woche sagt er kurzfristig Meetings in Deutschland ab. Reporter haben den Frauenfeind nun aufgespürt - bei Mama im Keller.

Daryush Valizadeh, in der Szene besser bekannt als Roosh V., hatte für den 6. Februar weltweit Treffen der Unterstützer seiner Bewegung angesetzt, die Vergewaltigungen im privaten Umfeld befürworten. An 165 Orten in 43 Ländern auf der Welt sollten sich seine Anhänger treffen und "neomaskuline Stämme" bilden. Auch in deutschen Städten waren Meetings angesetzt.

Nach massenhaft empörten Reaktionen sagte Roosh, der seit Jahren ein frauenfeindliches Weltbild propagiert, die Treffen kurzfristig ab. Er könne die Sicherheit der Teilnehmer nicht mehr garantieren, begründete der 36-Jährige seine Entscheidung.

Danach tauchte der Frauenfeind erst einmal ab. Nun haben ihn Reporter der britischen "Daily Mail" aufgespürt. Fotos zeigen Roosh, wie er örtlichen Polizisten die Tür im Haus seiner Mutter in Silver Spring (US-Bundesstaat Maryland) öffnet. Dort soll der Pick-Up-Artist und selbst ernannte "König der Männlichkeit" im Keller wohnen, berichtet das Blatt.

Wie die "Daily Mail" weiter berichtet, erklärte er den Reportern, er habe viele Drohanrufe und E-Mails mit Todesdrohungen erhalten und fürchte nun um sein Leben.

Vergewaltigungsbefehl angeblich nur Satire

Sein krudes Frauenbild verbreitet Roosh bereits seit mehr als zehn Jahren mehr oder weniger ungestört. Er veröffentlichte mehrere "Pick Up"-Ratgeber, betreibt einen Blog und hält öffentliche Vorträge. In einem seiner Artikel mit der Überschrift "How to Stop Rape" argumentierte er bereits im Februar 2015, dass die Legalisierung von Vergewaltigungen auf privatem Boden das Problem lösen würde.

Mehr als ein Jahr später beschwört Roosh nun allerdings, dass weder er noch seine Anhänger Vergewaltigungen legalisieren wollen würden. Seinen Blog-Eintrag bezeichnete er jüngst als Satire.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen