Panorama

Zuhause das Leben wie die HölleFreiwillig zurück ins Gefängnis

01.11.2008, 21:44 Uhr

Ein Italiener ist lieber zurück ins Gefängnis gegangen, als zuhause bei seiner Familie zu bleiben. Dafür hat er sogar eine Straftat begangen.

Weil seine Familie ihm das Leben zu Hause zur Hölle gemacht hat, ist ein Italiener freiwillig wieder ins Gefängnis zurückgekehrt.

Massimiliano Ambrosio sei von einem Gericht eigentlich zu Hausarrest verurteilt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Dort aber hätten ihn seine Schwester und sein Schwager das Leben "zur Hölle" gemacht, erklärte der 32-Jährige und bat beim Kommissariat Frattamaggiore bei Neapel darum, die Strafe im Gefängnis zu Ende absitzen zu dürfen.

Die Polizisten von Frattamaggiore hatten aber kein Verständnis, woraufhin Ambrosio zu härteren Mitteln griff: Wissentlich verletzte er sein nächtliches Ausgehverbot - und bekam zu seinem Erschrecken von einem Richter nicht etwa Gefängnis aufgebrummt, sondern die Verlängerung des Hausarrests.

In seiner Not wandte er sich an das Berufungsgericht von Neapel, das letztlich entschied, dass der Deliquent wegen Verletzung seiner Auflagen ins Gefängnis zurück muss. Ursprünglich verurteilt worden war er übrigens wegen eines aus dem Ruder gelaufenen Streits in der Familie.