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Der Mann sollte nicht ohne Trauergäste sein.
Der Mann sollte nicht ohne Trauergäste sein.

Würdiger Abschied für Marinesoldat: Fremde retten Beerdigung

Eine Trauerfeier im kleinsten Rahmen, das wäre der letzte Abschied von John McConnell gewesen. Doch der örtliche Pastor will das nicht hinnehmen. Er startet einen Aufruf und sucht Menschen, die McConnell die letzte Ehre erweisen. Das Echo ist überraschend.

In Großbritannien sind mehr als 200 Menschen einem rührenden Aufruf zur Teilnahme an der Beerdigung eines früheren Soldaten der britischen Marine gefolgt, der keine näheren Angehörigen mehr hatte. "Die meisten von Ihnen, die heute hier sind, haben John McConnell nicht gekannt und wollten ihm trotzdem einen würdigen Abschied ermöglichen", sagte Pastor Bob Mason, der den Aufruf gestartet hatte, bei der Beerdigung in Portsmouth an der Südküste Englands. "Ich danke Ihnen für diese Güte und Großzügigkeit."

McConnell war im vergangenen Monat im Alter von etwa 70 Jahren in einem Pflegeheim gestorben. Das dortige Personal sorgte sich, dass außer ihnen und dem Geistlichen niemand an der Beerdigung teilnehmen würde, da keine näheren Familienangehörigen bekannt waren.

Mason startete daraufhin einen Aufruf, der in den Netzwerken Facebook und Twitter veröffentlicht wurde, und schrieb auch die britische Marinevereinigung an. "Es ist traurig, dass jemand diese Welt verlassen soll, ohne dass jemand da ist, der um ihn trauert", hieß es darin. "Er verdient einen würdigeren Abschied als das."

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Quelle: n-tv.de

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