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Das Internationale Schnee- und Eis-Festival ist eröffnet: In Harbin stürzen sich hartgesottene Teilnehmer  in die eiskalten Fluten.
Das Internationale Schnee- und Eis-Festival ist eröffnet: In Harbin stürzen sich hartgesottene Teilnehmer in die eiskalten Fluten.(Foto: REUTERS)

Eisschwimmer zur Eröffnung: Frost-Festival lockt Eis-Fans an

Extreme Minusgrade bereiten im Nordosten Chinas die Bühne für ein außergewöhnliches Spektakel: In der chinesischen Industriestadt Harbin laden Künstler zum frostigen Festivalvergnügen ein - mit riesigen Skulpturen aus gefrorenem Wasser.

Bei zweistelligen Minusgraden haben sich im Nordosten Chinas wagemutige Schwimmer ins Wasser gestürzt. Sie nahmen kurz vor der offiziellen Eröffnung des alljährlichen Eisfestivals in Harbin an einem Schwimmwettkampf teil und sprangen dazu bei Temperaturen von 14 Grad unter Null kopfüber in ein eigens ins Eis geschnittenes Wasserbecken.

Riesige Paläste aus Eis gehören zu den Hauptattraktionen in Harbin.
Riesige Paläste aus Eis gehören zu den Hauptattraktionen in Harbin.(Foto: dpa)

Besucher des Spektakels genossen in warme Mäntel gehüllt eine surreal anmutende Winterlandschaft, die in monatelanger Arbeit errichtet worden war. Während des "Harbin International Ice and Snow Sculpture Festivals" können Anwohner und Touristen zwischen riesigen Skulpturen aus Eis und Schnee flanieren, über Eisflächen rutschen oder auf präparierten Hängen rodeln.

Das bis zum 25. Februar dauernde Eisfestival in der Hauptstadt der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang erreicht in diesem Jahr seine bislang größte Ausdehnung, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Auf einer Fläche von hundert Sportplätzen wurden im 32. Jahr der Veranstaltungsreihe aus riesigen Mengen Eis und Schnee Kirchen, Paläste, Säulen oder Figuren modelliert.

Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit mehr als einer Million Besuchern. Im Rahmenprogramm werden neben dem Schwimmwettbewerb im Freien unter anderem auch Skulpturenwettkämpfe und Musikshows geboten.

Laut Xinhua arbeiteten chinesische und niederländische Designer mit mehr als 10.000 Arbeitern drei Monate lang am Aufbau des Winterwunderlandes, in dessen Zentrum ein 15 Stockwerke hoher Turm aus Eis steht. Das Festival ist eine wichtige Einnahmequelle für die industriell geprägte Region, die derzeit unter der Wirtschaftsflaute in China leidet.

Quelle: n-tv.de

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