Panorama

Lebensrettendes Wimmern : Frühchen überlebt in Leichenhalle

Kurz vor der geplanten Einäscherung gibt ein für tot erklärtes chinesisches Baby Lebenszeichen von sich. Die Krematoriumsmitarbeiter sind geschockt.

Geradezu in letzter Minute wird in China ein Baby vor dem sicheren Tod gerettet. Der kleine Junge hatte bereits 15 Stunden in einer eiskalten Leichenhalle gelegen, als er am Freitag plötzlich wimmerte, wie ein TV-Lokalsender berichtete. Die Krematoriumsmitarbeiter in Pan'an in der Ostprovinz Zhejiang hätten bereits Vorbereitungen zu seiner Einäscherung getroffen.

Auf Weibo wurden Bilder des geretteten Säuglings gezeigt.
Auf Weibo wurden Bilder des geretteten Säuglings gezeigt.(Foto: Weibo/1818hjy)

Ein Krematoriumsmitarbeiter berichtete, er habe das Geräusch bereits gehört, als er das Kind aus dem Leichenschauhaus holte, aber zunächst seinen Sinnen nicht getraut. Als er den kleinen Jungen ins Krematorium schon, sei das Wimmern lauter geworden. Daraufhin habe er den Sarg geöffnet und bemerkt, dass sich das Baby bewegte.

Das Krematorium informierte sofort den Vater, das Baby wurde derweil bereits in ein Krankenhaus gebracht. "Ich habe so etwas zum ersten Mal gesehen. Es ist ein Wunder", sagte ein Arzt im Krankenhaus von Pan'an, wo der Junge als Frühgeburt zur Welt gekommen war. Nach mehr als drei Wochen intensivmedizinischer Versorgung hatte sein Vater den Kleinen vor dem chinesischen Neujahrsfest mit nach Hause genommen.

Doch der Zustand des Säuglings verschlechterte sich, am vergangenen Donnerstag wurde er nach einem Herzstillstand für tot erklärt. Chinesische Medien zeigten auch den Totenschein, den das Krankenhaus ausgestellt hatte. Der Vater brachte das Kind dick angezogen und in einer robusten Tragetasche in die Leichenhalle - vermutlich überlebte es deshalb die Kühltemperatur von minus zwölf Grad Celsius.

Das Baby wird nun erneut intensivmedizinisch versorgt. Die Ärzte hoffen aber, dass der kleine Junge überlebt.

Quelle: n-tv.de

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