Panorama
Es ist nicht leicht zurzeit, den Durchbruch zu schaffen.
Es ist nicht leicht zurzeit, den Durchbruch zu schaffen.(Foto: dpa)
Donnerstag, 14. März 2013

Kaltes Wochenende: Frühling? Fehlanzeige!

Von der Nordsee bis zu den Alpen Minusgrade. An Frühling ist derzeit nicht zu denken. Frost und Schnee sind nun auch im Süden Europas angekommen. Sogar auf der Sonneninsel Mallorca sitzen Touristen fest.

Der Winter bleibt hartnäckig. Dennoch hat sich die Lage am Frankfurter Flughafen normalisiert. Zwei Tage nach dem heftigen Schneechaos fielen fast keine Flüge mehr aus. Unterdessen hat der Schnee auch den Süden Europas erreicht. In Deutschland gab es von der Nordsee bis zu den Alpen Minusgrade. Zwar wird es am Wochenende ein wenig milder, aber Hoffnung auf Frühling machen die Meteorologen immer noch nicht.

Auf dem Frankfurter Flughafen geht fast alles wieder seinen normalen Gang. "Es gab zwar zehn Flugausfälle, aber so etwas haben wir jeden Tag", sagte ein Flughafen-Sprecher. Vereinzelt komme es noch zu Verspätungen von 15 bis 20 Minuten. Diese seien teilweise aber Folge der vergangenen zwei Tage, an denen Eis und Schnee den Betrieb stark beeinträchtigt hatten. Die Enteisung der Maschinen verlaufe unproblematisch. "Wir hoffen, dass es so bleibt und sind optimistisch."

Heringe jagen? Eher nicht.
Heringe jagen? Eher nicht.(Foto: dpa)

Der Wintereinbruch sorgt unterdessen für einen schleppenden Start der vorpommerschen Fischer in die Heringssaison. Die Freester Stellnetzfischer liegen derzeit im Hafen, weil Eisschollen auf dem Greifswalder Bodden und anderen küstennahen Gewässern die Netze zu zerstören drohen. Die Stahlbroder Fischer zwingt eine nahezu geschlossene Eisdecke auf dem Strelasund zum Warten. "Der Hering ist da, und wir können nicht raus", sagte der Chef der Stahlbroder Fischereigenossenschaft, Bernd Schütze. Der verzögerte Start in die Saison und sorge für Ebbe in der Kasse.

In Rheinland-Pfalz hat in dichtem Schneetreiben ein Personenzug an einem Bahnübergang einen Lastwagen gerammt. Verletzt wurde bei dem Unfall nahe Müschenbach niemand.

Die eiskalte Luft aus dem Norden ist inzwischen in Südeuropa angekommen. In Südfrankreich und Nordspanien hat es Frost gegeben. Heftiger Schneefall hat zudem in Teilen Ungarns zu chaotischen Verhältnissen auf den Straßen geführt. So musste die Autobahn, die von Budapest nach Zagreb führt, für Stunden gesperrt werden. Bei Nagykanizsa, 200 Kilometer südwestlich von Budapest, rutschen 41 Fahrzeuge ineinander.

Probleme auf Mallorca

Mehr als 100 Urlauber saßen auf der spanischen Ferieninsel Mallorca aufgrund von Schnee- und Eisglätte stundenlang in Reisebussen fest. Wie die Zeitung "Diario de Mallorca" berichtete, konnten die Rettungsdienste die Ausflügler inzwischen aus ihrer Notlage befreien.

Wegen Schneefällen und eines plötzlichen Kälteeinbruchs hatten die Behörden mehrere Landstraßen im Norden der Insel kurzfristig gesperrt, so dass vier Busse nicht zu den Hotels der Urlauber zurückfahren konnten. Unter den Ausflüglern waren vor allem Rentner vom spanischen Festland, aber auch eine Gruppe deutscher Touristen.

Im Süden der Insel erlitt ein deutscher Radfahrer in einem Sturm tödliche Verletzungen. Nach einem Bericht der Zeitung "Ultima Hora" war der 64-Jährige auf einer Landstraße von einer Böe auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden. Dort wurde er von einem Geländewagen angefahren, dessen Fahrerin nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte.

An Frühling ist derzeit nicht zu denken. Zwar klettern die Temperaturen zumindest tagsüber am Wochenende über null Grad. Am Sonntag könnten im Westen sogar zehn Grad erreicht werden, aber es gibt wenig Hoffnung auf Sonne. Es sind sogar Niederschläge zu erwarten - je nach Temperatur Schnee oder Regen.

Quelle: n-tv.de

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