Panorama

200 Polizisten suchen ihnFührt ein Kajak zum Entführer?

10.10.2012, 22:33 Uhr
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Das Boot wird auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren untersucht. (Foto: picture alliance / dpa)

Nach zwei Tagen Geiselhaft flieht der Berliner Manager. Nach seinem Entführer suchen noch immer 200 Beamte in Brandenburg. Nun gibt es eine wichtige Spur: Ein sehr auffälliges Kajak könnte die Ermittler weiterbringen.

Bei der Suche nach dem Entführer eines Berliner Investmentmanagers gibt es eine neue Spur. Ein Kajak steht in Zusammenhang mit dem Fall. Bislang seien 51 Hinweise zu der Tat in Brandenburg eingegangen, sagte Polizeisprecher Rudi Sonntag. Am Mittwochabend wurde in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" um Mithilfe in dem Entführungsfall gebeten. Das Opfer hatte sich am Sonntag befreien können, der Täter ist immer noch auf der Flucht. Ermittler stufen den Täter als hochgefährlich ein und sind überzeugt, dass er vor mehr als einem Jahr auch die Berliner Unternehmerfamilie Pepper angegriffen hat.

Das Kajak war am Sonntag in der Nähe der Schilfinsel in Wendisch Rietz gefunden worden. Dorthin hatte der Entführer sein Opfer gebracht. Am vergangenen Freitag hatte er den 51-jährigen Familienvater entführt, zwei Tage später gelang dem Opfer die Flucht. Nach dem Täter, der ein Lösegeld in Millionenhöhe erpressen wollte und mit großer Brutalität vorging, wird immer noch gefahndet. Er wird noch in der Gegend vermutet.

Das Klebeband am Bug des Kajaks ist in Farbe und Abmessungen offensichtlich identisch mit dem bei der Tat verwendeten. Das Boot wird derzeit noch auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren untersucht. Rund 200 Beamte sind in der Besonderen Aufbau-Organisation (BAO) "Imker" im Einsatz. Diese bekam ihren Namen wegen der auffälligen Maske des Entführers aus einem grobmaschigen Netz. Diese Gruppen werden bei besonders schweren Straftaten gebildet und stehen über einer Sonderkommission (Soko).

Quelle: ntv.de, dpa