Dienstag, 10. März 2009
Sie kriegen wirklich alle: GEZ schreibt an Adam Riese
Wer im Jahr 1559 gestorben ist, der ist - nach Adam Riese - knapp 450 Jahre tot. Das Rechengenie, eigentlich Adam Ries, starb am 30. März 1559. Nun hat der alte Mathematiker Post von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) erhalten. Er möge doch bitte seine Fernseh- und Rundfunkgeräte anmelden, heißt es in einem Standardschreiben, das das Adam-Ries-Museum im sächsischen Annaberg-Buchholz erreichte.
Museumschefin Annegret Münch schrieb daraufhin einen klärenden Brief an die GEZ. Weil dieser die Gebühreneinzugzentrale nicht rechtzeitig erreichte, wurde der "Schwarzseher" wenige Wochen später aufgefordert, seine Rundfunkteilnehmer-Nummer anzugeben. Per Telefon ließen sich die Kontrolleure dann aber doch noch vom Tod des Rechengenies überzeugen.
Viele kennen Adam Ries nur als Adam Riese. Dass er ihnen nur mit angehängtem "e" bekannt ist, liegt an einem grammatikalischen Relikt aus der Zeit des Mathematikers. "Damals wurden auch Personennamen dekliniert", erklärte Münch.
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