Panorama

Staatsanwaltschaft prüft WettquotenGab es ein Nobelpreis-Leck?

08.10.2011, 21:10 Uhr
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Literaturnobelpreisträger Tranströmer (M): Gab es im Vorfeld Unregelmäßigkeiten? (Foto: REUTERS)

Die Bekanntgabe der Nobelpreisträger wird jedes Jahr mit Spannung erwartet. In Wettbüros wird auf die Favoriten gesetzt. Kurz vor der Auszeichnung des Literaten Tranströmer fiel dessen Quote rapide. Deshalb gibt es Gerüchte, sein Name sei bereits vorher durchgesickert. Die Staatsanwaltschaft geht dem nach.

Die schwedische Staatsanwaltschaft geht Gerüchten nach, wonach der Name des diesjährigen Literatur-Nobelpreises schon vor der offiziellen Bekanntgabe weitergegeben worden sein könnte. Er wolle prüfen, ob es "ein Informationsleck gegen Geld" gegeben habe, sagte Antikorruptions-Staatsanwalt Alf Johansson. Offizielle Ermittlungen gebe es jedoch noch nicht.

Grund für die Gerüchte ist die Tatsache, dass der diesjährige Literatur-Nobelpreisträger Tomas Tranströmer unmittelbar vor der Bekanntgabe durch die Königlich-Schwedische Akademie am Donnerstag plötzlich großer Favorit der Wett-Teilnehmer wurde. Beim Britischen Wettbüro Ladbrokes fiel seine Quote schlagartig von 13 zu eins auf 1,66 zu eins.

Eine schwedische Ladbrokes-Sprecherin hatte daraufhin erklärt, einen derartig plötzlichen Umschwung in den Vorlieben der Wett-Teilnehmer habe es bei dem Wettbüro noch nie gegeben. Ein Mitglied der Königlich-Schwedischen Akademie hatte Gerüchte über eine undichte Stelle dagegen zurückgewiesen.

Quelle: AFP