Freitag, 18. Juli 2008
Mit hochschwangerer Frau: Gaddafi-Sohn flüchtet aus Genf
Nach zwei Tagen in einem Genfer Gefängnis ist der jüngste Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, Hannibal, mit seiner hochschwangeren Frau Aline Hals über Kopf aus Genf abgereist. "Wahrscheinlich haben sie die Schweiz verlassen", sagte ihr Anwalt Alain Berger. Die beiden waren am Dienstag festgenommen worden. Sie sollen zwei Hausangestellte aus Tunesien und Marokko körperlich misshandelt haben, was sie aber bestreiten.
Hannibal verbrachte zwei Tage hinter Gitter, seine Frau wurde im Universitätskrankenhaus festgehalten. Am Donnerstag kamen sie gegen Zahlung einer Kaution von 500.000 Franken (rund 309.000 Euro) frei.
Aline Gaddafi ist im neunten Monat schwanger und wollte in Genf ihr Kind zur Welt bringen. Das Ehepaar war im 5-Sterne-Hotel "Prsident Wilson" direkt am See abgestiegen.
Die Schweizer Presse berichtete, der 32-jährige Hannibal und seine Frau seien bekannt dafür gewesen, dass sie ihre Dienstboten schlecht behandelten. Angestellte des Hotels hätten die Genfer Polizei informiert, die den werdenden Vater festgenommen habe. Die Genfer Justiz ermittelt weiterhin wegen Körperverletzung, weil der Gaddafi-Sohn Angestellte geschlagen und getreten haben soll.
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