Panorama
Der Gaffer behinderte auch noch Notarzt und Sanitäter.
Der Gaffer behinderte auch noch Notarzt und Sanitäter.(Foto: picture alliance / Stephan Janse)
Montag, 18. September 2017

Handykamera statt Erste Hilfe: Gaffer filmt sterbenden Motorradfahrer

Ein Motorradfahrer liegt schwerstverletzt auf der Straße. Noch vor den Rettungskräften erreicht ein Radfahrer den Unfallort. Er hilft dem Verunglückten aber nicht, sondern filmt ihn. Kurz darauf stirbt das Unfallopfer.

Ein Gaffer hat in Baden-Württemberg einen sterbenden Motorradfahrer mit dem Handy gefilmt, statt zu helfen. Wie die Polizei mitteilte, war der 29 Jahre alte Motorradfahrer am Sonntag in Heidenheim nahe Ulm gegen eine Straßenlaterne gefahren und hatte sich tödlich verletzt. Ein Fahrradfahrer, der an der Unfallstelle unterwegs war, filmte demnach das Geschehen.

Laut Polizei hörte der junge Mann im Alter von 20 bis 25 Jahren auch nicht damit auf, als Rettungskräfte zum Unfallort kamen, und behinderte Notarzt und Sanitäter bei ihrer Arbeit. Gegen ihn wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Der Gaffer wurde von einer sogenannten Dashcam – also einer Kamera in einem Fahrzeug – gefilmt.

Der Motorradfahrer hatte zuvor trotz Verbots mehrere Autos überholt. Beim Einscheren verlor er die Kontrolle über sein Rad, prallte gegen die rechte Leitplanke, fuhr daran mehrere Meter entlang und stieß letztlich mit der Straßenlaterne zusammen. Er starb noch an der Unfallstelle.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen