Panorama
Donnerstag, 15. Mai 2008

40.000 Euro für Ekeldöner: Gammelfleischer muss zahlen

Ein Berliner Döner-Produzent muss wegen der Verwendung von Gammelfleisch 40.000 Euro Strafe zahlen. Weil er am Donnerstag nicht zum Prozesstermin erschien, verhängte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten einen Strafbefehl über 400 Tagessätze zu je 100 Euro. Dem Mann wurde vorgeworfen, im September 2006 rund vier Tonnen verdorbenes Döner-Fleisch in seinem Betrieb gelagert zu haben. Laut Anklage war das Fleisch "ekelerregend und nicht für den Verzehr geeignet".

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 47-Jährigen außerdem vor, mehrmals Fleisch als Ware aus Berlin und Brandenburg etikettiert zu haben, obwohl das Fleisch aus dem Ausland kam. Außerdem soll er Fleischspieße hinsichtlich ihrer Zusammensetzung falsch deklariert und Etiketten zur Lieferung in die Niederlande gefälscht haben.

Der Angeklagte gilt als Berlins größter Döner-Produzent. Im Vorfeld des Prozesses hatte er stets seine Unschuld beteuert und erklärt, dass gegen den Lieferanten der verdorbenen Ware ermittelt werde. Er kann gegen die Gerichtsentscheidung Einspruch einlegen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen