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Kolja, der Menschenfresser: Gelang Serienmörder die Flucht?

Nikolai Dschumagalijew gilt als grausamer Serienkiller. Seit Jahren lebt er wegen seiner Taten in der Psychiatrie. Er hatte das Fleisch seiner Opfer gegessen. Nun soll er geflohen sein.

Ein berüchtigter Serienmörder soll in Kasachstan aus der Psychiatrie geflohen sein. Dies berichtet die "Sun", ohne jedoch eine Quelle für ihre Information zu nennen. Bei dem Mann soll es sich um Nikolai Dschumagalijew handeln. Der inzwischen 63-Jährige erlangte in den 1980er Jahren schaurige Berühmtheit als "Kolja, der Menschenfresser". In anderen Berichten wurde er wegen seiner Zahnprothese aus Weißgold Metallgiftzahn genannt.

Ihm werden 100 Morde zugeschrieben, nachgewiesen wurden ihm acht. Die Beweislage war unter anderem schwierig, weil Dschumagalijew viel Sorgfalt auf die Beseitigung seiner Opfer verwendete. Er soll ihr Fleisch gegessen, ihre Knochen verbrannt und ihre Zähne zermahlen haben.

Erstmals ermordete er 1980 in Almaty in der damaligen Sowjetrepublik Kasachstan eine Frau, nachdem er sie vergewaltigt hatte. Er enthauptete sein Opfer, hackte ihm die Gliedmaßen und trank das Blut. Für die Tat wurde er in die Psychiatrie eingewiesen. Bei der Überstellung in eine Spezialklinik gelang ihm jedoch 1989 die Flucht. Nach zwei Jahren wurde er erneut festgenommen. Die Ermittler glauben noch immer, dass er während dieser Zeit zwei Frauen pro Woche ermordete.

Detaillierte Schilderungen

Trotzdem kam er 1994 frei, wahrscheinlich weil seine Schwester einen Arzt bestochen hatte. Offenbar profitierte Dschumagalijew aber auch vom Zusammenbruch der Sowjetunion, nach dem sich Usbekistan für den Kasachen nicht mehr zuständig fühlte. Als der Betrug aufflog, wurde er 1995 wieder inhaftiert.

Dschumagalijew soll bereits am 23. Dezember aus einem Gefängniskrankenhaus geflohen sein. Verängstigte Bewohner von Almaty berichten, sie hätten ihn kurz nach dem Ausbruch gesehen. Der Mehrfachmörder wird inzwischen bereits mit einem neuen Verbrechen in Verbindung gebracht. Seit Silvester ist die 22-jährige Saida Aksanowa verschwunden. Örtliche Medien spekulieren, sie könnte das jüngste Opfer von Kolja, dem Menschenfresser geworden sein.

Im Geständnis zu seinem ersten Mord hatte Dschumagalijew gesagt: "Ich habe es immer geliebt zu jagen, ich war oft jagen, aber das war das erste Mal, bei dem ich eine Frau jagte." Er berichtete, dass sein Opfer sich gewehrt habe. "Und dann schnitt ich ihr mit einem Messer die Kehle durch und trank ihr Blut." Die Leichenteile habe er in einem Rucksack nach Hause getragen, er habe das Menschenfleisch gebraten und durch den Fleischwolf gedreht. Einen Monat lang habe er von der Frau gegessen.

Die örtliche Polizei hat die Flucht von Dschumagalijew bisher nicht bestätigt.

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Quelle: n-tv.de

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