Panorama

Auf der Flucht vor Aborigines verlorenGillards Schuh landet bei Ebay

27.01.2012, 08:11 Uhr
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Ministerpräsidentin Gillard hat jetzt große Chancen, den verlorenen Schuh zurückzubekommen.. (Foto: AP)

Am "Australia Day" demonstrieren hunderte Aborigines gegen ihre Unterdrückung und bringen dabei Regierungschefin Gillard in Bedrängnis. Die Politikerin muss Bodyguards in Sicherheit gebracht werden und verliert einen Schuh. Der Schuh landet nur wenig später bei Ebay - was das Auktionshaus gar nicht lustig findet.

Ein Schuh, den Australiens Regierungschefin Julia Gillard bei ihrer Flucht vor wütenden Aborigines verloren haben soll, ist für kurze Zeit im Internet-Auktionshaus Ebay angeboten worden. "Sie bieten für einen gebrauchten Schuh", hieß es laut "Sydney Morning Herald" in der Angebotsbeschreibung. "Berücksichtigen Sie bitte auch, dass es sich um einen einzelnen Schuh handelt, nicht um ein Paar. Es wäre also schwierig, damit zu laufen, es sei denn, Sie sind die Premierministerin."

Personenschützer und Polizisten hatten die Regierungschefin am Donnerstag in der Hauptstadt Canberra in Sicherheit bringen müssen, als Ureinwohner das Restaurant umringten, in dem Gillard saß. Medienberichten zufolge schlugen die Ureinwohner gegen die Scheiben und riefen "Schande" und "Rassistin". Bei der Rettungsaktion stolperte Gillard, fiel hin und verlor dabei den Schuh. Eine Demonstrantin, die sich den Schuh griff, sagte Reportern: "Sie kann ihn nicht wiederhaben, der landet auf Ebay."

Für den zu einem Einstiegspreis von 148 australischen Dollar (120 Euro) angeboten Schuh stiegen die Gebote in kurzer Zeit auf umgerechnet 1600 Euro – nach nur 25 Minuten wurde das Angebot aber von Ebay entfernt. Ebay fürchtete, es handle sich um einen Scherz. Zudem dürfen auf Ebay nur Gegenstände von deren Besitzer oder mit dessen Einwilligung verkauft werden. "Wir wissen, dass der Besitzer die Regierungschefin ist", sagte ein Ebay-Sprecher der "Sydney Morning Herald". "Der Verkäufer hat nirgendwo erklärt, dass er eine Genehmigung zum Verkauf hatte, also haben wir das Angebot entfernt."

Quelle: AFP