Trauer im Allwetterzoo MünsterGorilla-Mama Gana gestorben

Die kränkelnde Gorilla-Mama Gana ist trotz intensiver ärztlicher Betreuung gestorben. Jetzt gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Teams Ganas Tochter Claudia, die nach Möglichkeit in der Gorillagruppe bleiben soll.
Gana, die zwölfjährige Gorillamutter im Allwetterzoo Münster, ist tot. Die Todesursache steht noch nicht fest. Gana hatte seit Wochen unter Erbrechen, Appetitlosigkeit und Schwäche gelitten. Das Tier wurde mehrfach von Humanmedizinern der Uni Münster untersucht. Dazu gehörten Ultraschall, Endoskopie und Röntgen.
Weil es Anzeichen gab, dass Gana eventuell an einem Gehirntumor litt, untersuchten am Donnerstag zwei Humanmediziner den Augenhintergrund des Gorillaweibchens. Einen großflächigen Tumor konnten sie aber ausschließen.
Weil somit noch keine eindeutige Diagnose vorlag, wurde Gana am Folgetag zur Computer-Tomografie in die Tierklinik Hochmoor in Gescher gebracht. Die CT-Aufnahmen sollten über das Wochenende von Uniärzten ausgewertet werden. Für den Zoo ist es nach Angaben seiner Sprecherin Ilona Zühlke "äußerst wichtig, die Todesursache festzustellen, um Aufschluss über die Erkrankung der Gorillamutter zu erhalten". Dazu solle das Gorillaweibchen obduziert werden.
Jetzt gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Teams im Allwetterzoo Ganas Tochter Claudia, die nach Möglichkeit in der Gorillagruppe bleiben soll. Dafür müsse das Tier jedoch die zweite Gorillamutter Changa als "Adoptivmütter" akzeptieren. Derweil sorgen die Pfleger für "Ersatzwärme" und bieten Claudia Plüschtiere mit integrierter Wärmeflasche an.