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Witze bei Twitter: "Hilfe, wir müssen verhungern und verdursten!"
Witze bei Twitter: "Hilfe, wir müssen verhungern und verdursten!"(Foto: dpa)

"Was hat Breno gemacht?": Großer Stromausfall in München

Stromausfall in München, S- und U-Bahnen bleiben stehen, die Ampeln fallen aus. Die Ursache ist ein Schaden an einer Freileitung. Wie reagiert der Münchner? Er informiert seine Mitbürger über Twitter. Und als schon alle Bescheid wissen, legt er mit Witzen nach.

Ein Stromausfall hat am Morgen weite Teile Münchens ins Chaos gestürzt. Um "Punkt 7 Uhr" habe es einen großflächigen Stromausfall in der Stadt gegeben, teilten die Stadtwerke München mit. 450.000 Haushalte seien betroffen gewesen. Für einen Zeitraum von zehn Minuten sei halb München ohne Strom gewesen. Einzelne Stadtteile gingen dann nach und nach wieder ans Netz.

Mitten im Berufsverkehr fielen zahlreiche Ampeln aus, S- und U-Bahnen blieben teilweise auf den Strecken liegen. Auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn war beeinträchtigt. Auf den Großkreuzungen wurde der Verkehr von Polizisten geregelt.

Anders als von vereinzelten Verschwörungstheoretikern vermutet, war die Ursache kein Stromengpass infolge der Energiewende, sondern ein Schaden an einer Freileitung zwischen München und der Stadt Moosburg nördlich von München. "Was wir heute erlebt haben, ist eine ungewöhnlich große Stromversorgungsstörung. Letztes Mal hatten wir so etwas 1992 in München und vielleicht in den 70er Jahren, damals wegen Schneefall", sagte Stadtwerke-Chef Stephan Schwarz.

Zuvor war über einen Brand in einem Umspannwerk als Ursache spekuliert worden. Zeugen berichteten von einem großen Knall gegen 7.00 Uhr im Umspannwerk in der Elektrastraße im Nordosten von München. Die Feuerwehr rückte 50 Mal aus, vor allem um Menschen aus steckengebliebenen Fahrstühlen zu befreien. Der Betrieb der Krankenhäuser war einem Feuerwehrsprecher zufolge kaum betroffen.

"Hilfe, wir müssen verdursten!"

Unter dem Hashtag #Stromausfall kursierten bei Twitter rasch Nachrichten und Sprüche rund um das Münchener Ereignis des Tages. Eine der ersten Meldungen klingt noch ein wenig verdutzt: "Öhm. Falls jemand Strom zur Hand hat, in München-Pasing wäre Bedarf." Auch die Stadtwerke informieren über Twitter darüber, in welchen Stadtteilen der Strom wieder fließt.

Insgesamt dominieren allerdings die Witze. Beim FC Bayern sei der Stromausfall kein Problem gewesen, schreibt @Bundesschal. "Einmal kurz #Zwanziger erwähnt und schon hat Hoeneß heller geglüht als jedes Flutlicht." Ein anderer Nutzer fragt: "Was hat der Breno wieder gemacht?"

Auch das Image der Stadt als Metropole der Reichen und Schönen wird von den Nutzern aufs Korn genommen. @JoachimGraf fragt: "Was ist #Stromausfall in München? Wenn die Rolltreppe stehen bleibt und alle schreien: 'Hilfe, wir müssen verhungern und verdursten!'" An den Heimatplaneten des Außerirdischen "Alf" fühlt sich @NeumannNoergelt erinnert: "Bestimmt hatten in München alle gleichzeitig ihre Haartrockner an. So ist schließlich auch der Melmac explodiert!"

Nach drei Stunden ist der Stromausfall wieder vorbei. @zippex findet es schade: "Hätte ein ruhiger Tag werden können."

Quelle: n-tv.de

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