Panorama

Drogenschmuggler wider WillenHamburger Frachter festgehalten

20.10.2011, 22:37 Uhr

Wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel werden ein Hamburger Frachter und seine Crew seit rund zwei Wochen in Venezuela festgehalten. Beim Entladen des Schiffes findet die Crew eine Kiste mit Kokain in einem Marktwert von etwa 20 bis 30 Millionen Euro. Die Besatzung erstattet Selbstanzeige - und landet im Gefängnis.

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Eine Koka-Plantage in der Sierra Nevada in Kolumbien. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein deutscher Frachter ist in Venezuela offenbar unbemerkt als "Trojanisches Pferd" für Drogenschmuggler benutzt worden. Der Frachter und Crew wird nach Angaben des NDR bereits zwei Wochen in Venezuela festgehalten. Die Besatzung habe die Polizei selbst alarmiert, nachdem sie knapp eine halbe Tonne Kokain entdeckt hatte.

Das Schiff sei beschlagnahmt worden. Elf Seeleute seien in ein Gefängnis gekommen. Anklage sei bislang nicht erhoben worden, berichtete der Radio-Sender am Donnerstag unter Berufung auf Angaben der Reederei.

Der Massengutfrachter "Jürgen Schulte" der Reederei Bernhard Schulte sei vor rund zwei Wochen in den Hafen von Puerto Ordaz in Venezuela eingelaufen. Beim Entladen des Schiffes sei außenbords eine Kiste zum Vorschein gekommen. Darin habe sich das Kokain mit einem Marktwert von etwa 20 bis 30 Millionen Euro befunden.

Inzwischen sei ein Team aus Rechtsanwälten und Versicherungsvertretern nach Venezuela gereist, um Schiff und Besatzung schnell wieder freizubekommen, berichtete der Sender weiter. Die Besatzung soll aus Russen, Ukrainern, Slowaken und Philippinos bestehen.

Quelle: dpa