Panorama
Guttenberg nach dem Tortenangriff. Er lächelt immerhin.
Guttenberg nach dem Tortenangriff. Er lächelt immerhin.
Freitag, 03. Februar 2012

Anschlag mit Sahne: Hedonisten "torten" Guttenberg

So hat sich Ex-Verteidigungsminister Guttenberg den Kaffeeplausch mit Pirat Stephan Urbach sicher nicht vorgestellt. Da sitzt er gemütlich bei Bier und Kaffee und plaudert ein bisschen über die Web-Freiheit - doch dann hat er plötzlich diese Torte im Gesicht. Zu der Aktion bekennen sich Hedonisten, die "jeden weiteren Rückkehr-Versuch des Herren von und zu beobachten und süß torpedieren" wollen.

Damit hat Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wohl nicht gerechnet, als er sich in Berlin mit dem Piraten-Politiker Stephan Urbach traf. Eigentlich sollte es bei dem von Guttenberg erbetenen Treffen um die Themen Netzpolitik und Internetfreiheit gehen.

Im Nahkontakt mit dem Backwerk.
Im Nahkontakt mit dem Backwerk.

Wie Urbach auf seiner Homepage berichtet, war der Termin nicht offiziell, Guttenberg erschien ohne Bodyguards in Jeans und Pullover. Das Gespräch verlief Urbach zufolge konstruktiv, Guttenberg soll seine Bereitschaft gezeigt haben, von Netzaktivisten zu lernen. Alles ganz entspannt also - bis zu dem Zeitpunkt, als eine Handvoll Leute in das Cafe im Berliner Stadtteil Friedrichshain stürmte und Guttenberg eine Sahnetorte ins Gesicht drückten.

Zu der Aktion bekannte sich die Spaßguerilla-Gruppe "Hedonistische Internationale", die wenig später ein Bekennervideo ins Netz stellte: Digitale Konditoren torten Ex-Verteidigungsminister Guttenberg.

"Wir, die Digitalen Konditoren in der Hedonistischen Internationale haben heute in einer einzigartigen Kooperation mit Anonymous in der #OpCreamStorm Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg getortet", heißt es in dem Bekennerschreiben der Aktivisten. Der "bis heute uneinsichtige Betrüger" wolle sich wieder in der politischen Landschaft etablieren, ereifern sich die "Hedonisten", und das ausgerechnet als Vorkämpfer für die Freiheit des Internets. "Doch da hat er die Rechnung ohne den Konditor gemacht."

"Hurra, eine Tortenattacke!"

Guttenberg nahm es locker. Im Internet reagierte er auf den Angriff mit Humor. "Hurra, eine Tortenattacke!", schrieb er bei Facebook. "Ich dachte schon, ich würde in Friedrichshain verhungern."

Die Torten-Aktivisten kündigen derweil an, sie wollten "jeden weiteren Rückkehr-Versuch des Herren von und zu beobachten und süß torpedieren." Die politische Klasse in Berlin, Brüssel und Washington könne schon mal das Teeservice auspacken.

Quelle: n-tv.de

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