Eine Frage der QualitätHeidi wird doch nicht ausgestopft

Getreu dem Motto "Lieber kein Präparat als ein schlechtes" verabschiedet sich der Leipziger Zoo von seiner bisherigen Entscheidung, Heidi für die Nachwelt präparieren zu lassen. Die ausgestopfte Heidi wäre "nicht wiederzuerkennen gewesen", heißt es.
Das schielende Opossum Heidi wird nun doch nicht ausgestopft. Eine Sprecherin des Zoos Leipzig begründete die Entscheidung mit Qualitätsproblemen. Nach Einschätzung von Experten könne Heidi nicht so präpariert werden, dass es den fachlichen Ansprüchen und der Erinnerung an das Original genügen würde. Die ausgestopfte Heidi wäre "nicht wiederzuerkennen gewesen". "Deshalb ist entschieden worden: Lieber kein Präparat als ein schlechtes", sagte die Zoo-Sprecherin.
Teile von Heidis Skelett sollen demnach im Zoo nun intern "für "Schulungszwecke" wie etwa für Pfleger-Kurse verwendet werden. Der Rest gehe in die Tierverwertung.
Die Beutelratte mit dem markanten Silberblick war im September gestorben. Das an Altersschwäche leidende Tier musste eingeschläfert werden, um es vor weiteren Schmerzen zu bewahren. Zoodirektor Jörg Junhold stellte damals den vielen Heidi-Fans ein "dauerhaftes ehrendes Gedenken" an das Opossum in Aussicht und versicherte, Heidi werde präpariert.
Die Beutelratte, die nach Expertenansicht wahrscheinlich durch Übergewicht und damit einhergehende Fettablagerungen eine Augenfehlstellung entwickelt hatte, war durch Fotos und Videos auf der Internetplattform Youtube berühmt geworden. Auch in den USA hatte Heidi viele Fans.