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Immer an der Seite von Ashley Olsen war ihr Hund Scout.
Immer an der Seite von Ashley Olsen war ihr Hund Scout.(Foto: Instagram Account ashleyannolsen)

Florenz, Sex und Drogen?: Heiße Spur im Fall Ashley Olsen

Langsam kommt Licht ins Dunkel: Die in Florenz ermordete US-Amerikanerin verbrachte ihren letzten Abend offenbar in einem berüchtigten Nachtclub. Traf sie dort ihren späteren Mörder? Die Polizei nimmt einen Tatverdächtigen fest.

Wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod von Ashley Olsen in Florenz haben die Behörden einen Verdächtigen festgenommen. Die 35-Jährige war am vergangenen Wochenende von ihrem Freund und der Hausbesitzerin tot in ihrer Wohnung gefunden worden. An ihrem Hals gab es laut Staatsanwaltschaft Spuren, die darauf schließen ließen, dass sie erwürgt wurde.

Derweil kursieren Vermutungen darüber, wie sie die letzten Stunden ihres Lebens verbracht haben soll. Nach einer durchfeierten Nacht mit viel Alkohol soll die US-Amerikanerin im Montecarla Club abgestiegen sein, will die "Daily Mail" erfahren haben. Wie die Zeitung weiter berichtet, ist dieser Nachtclub für Drogen, Sex und Gewalt berüchtigt und gehört dem Serben Jovo Vukelic. Zutritt werde nur Mitgliedern gewährt. Den Angaben zufolge lädt das Etablissement in etlichen bettähnlichen Chillout-Areas mit Dutzenden Kissen im Leopardenmuster zu mehr als nur einem Cocktail ein. Die Kellnerinnen sollen ihre Gäste angeblich in provokativen Lederkostümen bedienen.

Der Facebook-Auftritt des Clubs in der Via de'Bardi liefert dagegen einen ganz anderen Eindruck: Die dort hochgeladenen Fotos aus dem Inneren des Clubs zeigen fröhliche Szenen eines bei jungen Erwachsenen beliebten Veranstaltungsorts. Hinweise auf anrüchige Szenen oder gar zweifelhafte Angebote sind in den Aufnahmen der Feiernden nicht zu erkennen.

Anwohner stehen dem Club, der bis sieben Uhr morgens geöffnet hat, nach Einschätzung des britischen Boulevardblatts trotz allem misstrauisch gegenüber. "Es ist ein Ort, an dem du alles finden kannst. Sex, Drogen, Transexuelle", zitiert die "Daily Mail" eine Frau in einer nahegelegenen Bar. "Der Club ist bekannt für Drogen. Wenn du total durch bist, dann landest du früher oder später dort."

Wie die Zeitung erfahren haben will, habe Clubbesitzer Vukelic keine Ahnung, wer Ashley Olsen getötet hat. Er selbst sei an dem Abend nicht vor Ort gewesen. Die Überwachungskamera an der Tür sei zudem kaputt. Eine seiner Angestellten bestätigte, sie habe der Polizei Hinweise gegeben. Man habe ihr aber geraten, sich gegenüber Journalisten nicht zu äußern.

Nachtclub hatte immer wieder Probleme

Der Montecarla Club hatte angeblich schon mehrfach Probleme mit dem Gesetz, heißt es im Bericht der "Daily Mail". Demzufolge besuchen vor allem amerikanische Studenten und osteuropäische Migranten den Club. Im Januar vergangenen Jahres musste er für 15 Tage geschlossen werden: Eine albanische Drogenbande hatte Kokain verkauft.

Die Polizei befürchtet Olsen könnte in dem Club jemanden kennengelernt und ihn zum Sex nach Hause eingeladen haben. Die Tür ihres Apartments zeige keine Spuren von Gewaltanwendung. Ihr nackter Körper gebe keine Hinweise auf einen Kampf.

Der jetzt inhaftierte Mann sei durch eine Überwachungskamera in der Straße, in der Olsen wohnte, überführt worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, habe er bereits eingeräumt, in der Nacht mit der 27-Jährigen in ihrer Wohnung gewesen zu sein und Sex mit ihr gehabt zu haben. Berichten zufolge soll der Mann in Drogengeschäfte verwickelt und in der Szene bekanntgewesen sein.

Nach dem Sex sei es zu einem Streit gekommen, bei dem er die Frau geschubst habe. Sie sei so unglücklich gestürzt, dass sie an den Folgen gestorben sei. Die Blutergüsse an ihrem Hals erklärte der Festgenommene demnach damit, dass er versucht habe, sie aufzurichten und wiederzubeleben. "Wir müssen noch die toxikologischen Untersuchungen an Ashley abwarten, aber es gibt Hinweise darauf, dass beide Substanzen zu sich genommen haben, durch die sie nicht mehr klar denken konnten", sagte Staatsanwalt Giuseppe Creazzo.

Quelle: n-tv.de

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