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Jahrelang wurde über die künftige Nutzung des Turms gestritten. Jetzt fällt er.
Jahrelang wurde über die künftige Nutzung des Turms gestritten. Jetzt fällt er.(Foto: dapd)

Frankfurter Wahrzeichen fällt: Henninger Turm wird abgerissen

Das erste Nachkriegshochhaus Frankfurts wird abgerissen. Lange Zeit galt der Henninger Turm als eines der Wahrzeichen der Stadt. Das 118 Meter hohe Gebäude stand knapp 52 Jahre und wird jetzt Stück für Stück abgetragen. Auf dem Gelände entstehen Luxuswohnungen.

Zunächst muss die Asbest-Entsorgung im Inneren des Turms in Angriff genommen werden.
Zunächst muss die Asbest-Entsorgung im Inneren des Turms in Angriff genommen werden.(Foto: dapd)

Ein Radrennen hat ihn weit über die Stadt hinaus bekannt gemacht: Der knapp 52 Jahre alte Henninger Turm in Frankfurt wird abgerissen. Die Arbeiten im Inneren des 120 Meter hohen fensterlosen Getreidesilos haben bereits begonnen. Im Herbst soll der Abriss abgeschlossen sein.

Der 1961 erbaute Henninger Turm, der lange als das höchste Gebäude Frankfurts galt, werde nach und nach abgetragen, sagte Daniel Hopp, Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft Actris und Sohn des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp. Der Familie Hopp gehört das frühere Gelände der Henninger Brauerei in Frankfurt-Sachsenhausen.

An der Stelle des Turms soll ein etwa 130 Meter hoher Wohnturm gebaut werden, der bis zu 100 Millionen Euro kosten werde, sagte Hopp. "Ziel ist es, dass die ersten Mieter 2015/16 einziehen." Etwa 130 Wohnungen sollen in dem Turm entstehen, der in seiner Silhouette dem alten Wahrzeichen nachempfunden sein soll.

Als Getreidelager für die Brauerei nebenan diente der Henninger Turm nur ein paar Jahre. Doch jahrzehntelang zog ein rundes Drehrestaurant an der Spitze viele Besucher an. Es wurde 2002 geschlossen. Auch der Radsportklassiker am 1. Mai heißt längst nicht mehr "Rund um den Henninger Turm".

Offen ist noch, ob es im bierfassähnlichen Aufbau des neuen Wohnturms des Frankfurter Architektenbüros Meixner Schlüter Wendt wieder ein Drehrestaurant geben wird.

Quelle: n-tv.de

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