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Barbie mit Kopftuch: "Hijarbie" wird Instagram-Hit

An Barbie-Puppen scheiden sich die Geister. Sind sie falsche Vorbilder oder einfach nur Puppen, vielleicht sogar Vorreiterinnen des Feminismus? Eine junge nigerianische Designerin findet eine weitere Interpretation.

Gerade hat Mattel neue Barbie-Puppen auf den Markt gebracht. Es gibt sie jetzt auch in groß, kurvig und klein. Doch für Hanifa Adam, eine nigerianische Designerin, waren es weniger die Körperformen, als vielmehr die Kleidung, die sie an ihrer Barbie verändern wollte.

Auf die Idee kam die 24-Jährige während ihres Studiums in England. Ihre "Hijarbie", also eine Hidschab-tragende Barbie sollte es muslimischen Kindern ermöglichen, sich mit diesem Spielzeug zu identifizieren. Ein paar Monate nach ihrer Rückkehr kaufte sie eine Barbie-Puppe und begann ihr Hidschabs und Kleider auf den Leib zu schneidern. Die Bilder postete sie unter #hijarbie bei Instagram.

Adams Barbies tragen häufig farbenfrohe Kleider und raffinierte Schnitte. Immer wieder gibt es Bilder, auf denen die Designerin das gleiche Modell vorführt. Inzwischen folgenden Tausende User der jungen Frau und fragen nach den Schnitten der Modelle.

"Es ist wichtig, in muslimischen Kindern ein Gefühl für ihren Wert zu wecken, besonders bei Mädchen", sagte Adam Mic.com. Das mache sie selbstbewusster und bewirke, dass sie mehr an sich selbst glauben. "Anstatt ihre Puppen in Sachen zu kleiden, die sie selbst nicht tragen würden, schafft die "Hidschabifizierung" ein Gefühl von Zugehörigkeit und entfaltet hoffentlich eine positive Wirkung."

Im vergangenen Jahr hatte H&M das erste Mal eine Kampagne veröffentlicht, in der ein Model Hidschab trug. Für den asiatischen Markt entwickelte zudem Uniqlo eine Kollektion mit stilvollen bunten Hidschabs. Der Luxus-Konzern Dolce & Gabbana stellte Anfang dieses Jahres eine Abaja-Kollektion vor, die sich gezielt an arabische Käuferinnen richtet.

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Quelle: n-tv.de

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