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Freitag, 15. Januar 2010

Was, wenn der Schnee schmilzt?: Hochwasser unwahrscheinlich

Ein seltenes Bild: Skiläufer vor dem Brandenburger Tor ...

Ein seltenes Bild: Skiläufer vor dem Brandenburger Tor ...
(Foto: picture alliance / dpa)

Für Großstädter ist es ein seltener Anblick: Eine Stadt, die in 20 bis 30 Zentimeter Schnee gehüllt ist, der dann auch noch länger als drei Tage liegen bleibt. Aus vielen Regionen, besonders im Norden und Osten des Landes, wurden zu Beginn des Jahres Schneerekorde gemeldet. Das Sturmtief "Daisy" hatte den Verkehr in weiten Teilen Norddeutschlands für mehrere Stunden lahmgelegt und massenweise Flocken gebracht. Doch was passiert mit all der weißen Pracht, wenn sie anfängt zu tauen? Kommt es dann zum Hochwasser?

Experten sind einstimmig der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit für Hochwasser in Großstädten, wie zum Beispiel Berlin, relativ gering ist. "Wenn die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen, wird der Schnee allmählich schmelzen und das entstehende Tauwasser kann in Städten von einer gut funktionierenden Kanalisation aufgenommen und abtransportiert werden", erklärt Annegret Gratzki vom Deutschen Wetterdienst. Zudem ist es so, dass "der Schnee, der in flachen Regionen im Norden und Osten des Landes liegt, relativ wenig Wasser (in einer Säule drei bis fünf Zentimeter) enthält", ergänzt Gratzki weiter.

Gefahr bei Regen, Sturm und Tauwetter

... und dem Schloss Charlottenburg in Berlin.

... und dem Schloss Charlottenburg in Berlin.
(Foto: picture alliance / dpa)

Es kann allerdings Situationen geben, bei denen mehrere ungünstige Wetterverhältnisse wie Sturm, Niederschlag und Temperaturen über null Grad Celsius zusammen auftreten. In solchen speziellen Fällen ist es möglich, dass es in bestimmten Regionen tatsächlich zu Überschwemmungen und Hochwasser kommt. In solchen Fällen warnen die Hochwasserzentralen der Landesbehörden und leiten die schützenden Maßnahmen ein. Der Deutsche Wetterdienst ist mit Niederschlags- und Temperaturvorhersagen für die nächsten sieben Tagen behilflich.

Da sich die Temperaturen bis in die nächste Woche hinein fast überall in Deutschland unter dem Gefrierpunkt halten werden, haben sich die Großstädter viel mehr mit Glatteis, unberäumten Fußwegen und Verspätungen im öffentlichen Personennahverkehr auseinanderzusetzen.

jze

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