Montag, 08. Februar 2010
Begehrte Auszeichnung: Hörbuchpreise 2010 stehen fest
In Köln sind die restlichen Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises 2010 bekanntgegeben worden. In der Kategorie Beste Fiktion gewinnt die Produktion "Chronik der Gefühle". Ausgezeichnet werden hier der Autor Alexander Kluge und der Regisseur Karl Bruckmaier. Kluge veröffentlichte in dem gleichnamigen Buch seine sämtlichen Erzählungen. Die Jury lobte die Produktion des Bayerischen Rundfunks als "faszinierende Enzyklopädie der Empfindungen unserer Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit".
In der Kategorie Beste Information geht die mit insgesamt 23.000 Euro dotierte Auszeichnung an das Hörbuch "Briefwechsel". Darin wird der jahrzehntelange Briefwechsel zwischen dem Autor Thomas Bernhard und seinem Verleger Siegfried Unseld dokumentiert. "So prägnant und nuanciert waren Thomas Bernhard und Siegfried Unseld noch nie zu hören", lobte die Jury das vom Hessischen Rundfunk produzierte Hörspiel. Der Preis geht hier an die beiden Sprecher Peter Simonischek und Gert Voss.
Bester Interpret wurde Andreas Fröhlich, der in "Doppler" einen Familienvater in der Midlife-Krise spricht. Den Preis für die beste verlegerische Leistung erhält Theresia Singer, die akustische Reiseführer herausbringt.
Matthias Brandt wird für seine Sprechkunst, Maria Schrader als "Beste Interpretin" geehrt.
(Foto: picture alliance / dpa)
Bereits Anfang Februar wurde bekannt, dass der Deutsche Hörbuchpreis für die "Beste Interpretin" an Schauspielerin Maria Schrader für ihre Lesung des Romans "Geschichten einer Ehe" geht. Schrader ("Aimée und Jaguar") erhält den Hörbuchpreis wegen ihrer "facettenreichen Interpretation der Hauptfigur Pearlie Cook" in dem Roman von Andrew Sean Greer.
Den Preis in der Kategorie "Das besondere Hörbuch/Bester Krimi" erhalten "Der Himmel auf Erden" von Autor Åke Edwardson und Matthias Brandt als Vorleser für seine Sprechkunst. Die Jury sprach von "einem der besten Bücher eines der besten Krimiautoren Skandinaviens" und lobte eine "ganz große Sprechkunst von Matthias Brandt".
Das mehrfach prämierte WDR- Hörspiel "Wie man unsterblich wird" von Sally Nicholls gehört als "Bestes Kinderhörbuch" ebenfalls zu den Preisträgern. Das WDR-Hörspiel - ausgezeichnet wurden Regisseurin Angeli Backhausen und die beiden jugendlichen Sprecher Kai Hogenacker und Patrick Mölleken - handelt von dem elfjährigen leukämiekranken Sam und seinem Freund Felix. "Eindrucksvolle Sprecher und eine behutsame, kluge Regie schaffen ein ernsthaftes, unpathetisches Kunst-Stück, das Leichtigkeit verströmt und seine Hörer zugleich traurig macht und dennoch hoffnungsvoll stimmt", betonte die Jury.
Der Deutsche Hörbuchpreis zeichnet die besten und innovativsten Hörbücher eines Erscheinungsjahres aus und ist mit insgesamt gut 23 000 Euro dotiert. Gestiftet wird er vom Nachrichtenmagazin "Focus", dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Kölner Literaturfest Lit.Cologne, dem Hessischen Rundfunk und dem Westdeutschen Rundfunk. Die Preisverleihung findet am 10. März in Köln statt.
dpa
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