Panorama

Karriere-Aus im IranHomer Simpson fliegt raus

06.02.2012, 13:08 Uhr
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Gründe für das Aus der Simpsons werden zunächst nicht genannt. (Foto: AP)

Das iranische Institut für die intellektuelle Entwicklung der Kinder besiegelt das Karriere-Aus für "Die Simpsons" im Iran. Damit sind Puppen und Filme der Zeichentrickserie in dem Land verboten. Superman und Spiderman dürfen dagegen bleiben, weil sie die Unterdrückten unterstützen.

"Die Simpsons" sind für die intellektuelle Entwicklung junger Iraner nicht förderlich. Das hat die iranische Regierung beschlossen. Damit gilt die erst vor wenigen Wochen beschlossene aus den Spielzeuggeschäften nun auch für Simpsons-Figuren. Die Puppen der erfolgreichen US-Zeichentrickserie dürften ab sofort nicht mehr die Ladenregale im Iran füllen, meldete die Tageszeitung "Sharq". Der Iran wolle weder das Spielzeug noch die Filme, sagte Mohammed-Hossein Farjou vom Institut für intellektuelle Entwicklung. Gründe nannte er nicht. Superman und Spiderman dürfen dagegen bleiben. Sie unterstützten die Unterdrückten, sagte Farjou.

Das iranische Regime kämpft seit Jahrzehnten gegen das, was es die "Invasion der westlichen Kultur" nennt. Teheran sind vor allem Filme, Musik, Haarschnitte und Kleidung aus dem Westen ein Dorn im Auge.

Im Januar hatte die Polizei den Verkauf von Barbie-Puppen verboten. Die blonde, langbeinige Puppe sei ein "Symbol unmoralischer westlicher Kultur", hieß es. Dutzende Geschäfte, in denen die Puppen verkauft wurden, mussten daraufhin schließen. Als Alternative zu Barbie und Ken hatte der Iran vor Jahren das islamische Geschwisterpaar Sara und Dara eingeführt. Das konservativ gekleidete, brünette Duo kam jedoch nur mäßig bei den Kindern an.

Quelle: dpa