Mittwoch, 10. März 2010
YSL in Paris: Hommage an einen Mythos
Knapp zwei Jahre nach dem Tod Yves Saint Laurents widmet Paris dem französischen Modezaren eine große Ausstellung. Das Petit Palais zeigt mehr als 300 Kreationen des Designers, der die Mode für Frauen revolutioniert hat und sie in Hosenanzüge steckte. Zahlreiche Fotografien und Publikationen sollen Einblick in das Leben und Wirken eines Modeschöpfers geben, der in Frankreich unter dem Label YSL zu einem Mythos geworden ist. Der Designer, dessen Markenzeichen eine große schwarze Kastenbrille war, starb 2008 im Alter von 71 Jahren. Die letzte große Retrospektive fand 1983 im Metropolitan Museum in New York statt. Die Ausstellung in dem Museum nahe der Champs Elysées dauert bis zum 29. August.
Der Designer ließ sich von Künstlern wie Mondrian oder Picasso inspirieren.
(Foto: AP)
Gezeigt werden die berühmtesten Modelle, mit denen YSL Modegeschichte schrieb: der Damen-Smoking, seine Trapez-Kleider, die blumengemusterten Kaminkleider oder der Ballonrock. Seine Haute-Couture-Kreationen waren von Mondrian, Picasso, Matisse und Braque inspiriert. Für den Moderevolutionär liefen die teuersten Mannequins wie Claudia Schiffer und Laetitia Casta über den Laufsteg, aber auch Carla Bruni, die Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, unter deren Schirmherrschaft die Ausstellung stattfindet.
Die kostbaren Haute-Couture-Modelle, mit denen Yves Saint Laurent 40 Jahre lang die Modewelt faszinierte, stammen aus der Sammlung der Fondation Pierre Bergé - Yves Saint Laurent. Der Modedesigner hatte diese Stiftung 2004 zusammen mit seinem Lebensgefährten, dem Geschäftsmann Pierre Bergé, gegründet. Ihr Fundus umfasst rund 5000 Kleider, 15.000 Accessoires und Zeichnungen.
dpa
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