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Der Flugschreiber des Hubschraubers wurde bereits geborgen.
Der Flugschreiber des Hubschraubers wurde bereits geborgen.(Foto: dpa)

Experten untersuchen Unglücksort: Hubschrauber stürzte aus 120 Metern ab

Zwei Menschen starben beim Absturz eines Bundespolizei-Hubschraubers in Schleswig-Holstein. Die Ermittler bergen den Flugschreiber. Zudem gibt es erste Angaben zum Unfallhergang.

Der am Donnerstagabend verunglückte Hubschrauber der Bundespolizei ist nach Angaben eines Unfallermittlers aus etwa 120 bis 130 Meter Höhe abgestürzt. Das hätten Zeugen berichtet, sagte Axel Rokohl von der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Er hatte zuvor die Unfallstelle am Ortsrand von Bimöhlen in Schleswig-Holstein besucht.

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Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte bei einem Besuch der Absturzstelle, dass die Besatzung auf einem Übungsflug mit der schleswig-holsteinischen Landespolizeieinheit SEK gewesen sei. Der Hubschrauber sei ziemlich gerade abgestürzt. Als Teil der Übung habe die Maschine zuvor in der Luft gestanden. Die Kieler Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler betonte, dass im Hubschrauber keine Landespolizisten saßen, sondern eine SEK-Einheit am Boden an der Übung teilnahm.

Wetterverhältnisse eher gut

Zwei BFU-Mitarbeiter fotografierten die Absturzstelle und untersuchten das Wrack. Zuerst gehe es darum, festzustellen, ob aus der Lage des Wracks Rückschlüsse auf die Absturzursache möglich seien, sagte BFU-Sprecher Germout Freitag. So könne man etwa erkennen, ob der Rotor noch gedreht habe. Augenzeugen berichteten, dass der Rotor vor dem Absturz gestottert habe. Das Wrack sollte zur Bundespolizei nach Fuhlendorf gebracht werden, teilte die Polizei mit.

Die Wetterverhältnisse seien nicht besonders schlecht, sondern für einen Hubschrauberflug eher gut gewesen, sagte Rokohl. Die Unfallursache sei noch nicht geklärt. Zunächst müssten der Flugschreiber und der Stimmrekorder ausgewertet werden. Der Hubschrauber war nur etwa 40 Meter von einem Wohnhaus entfernt auf einen Acker gestürzt. Die Trümmer lagen verstreut auf einer Fläche von 20 mal 30 Metern.

Bei dem Absturz des Eurocopters EC 135 waren der 33-jährige Copilot und ein 42 Jahre alter Insasse ums Leben gekommen. Der 31-jährige Pilot überlebte schwer verletzt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig zeigte sich tief erschüttert. Er sagte, er hoffe, dass der schwer verletzte Pilot das Unglück überlebe. Der Chef von Airbus Helicopters Deutschland, Wolfgang Schoder, reagierte nach Unternehmensangaben mit großem Bestürzen auf das Unglück und sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus.

Quelle: n-tv.de

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