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Ganze Straßenzüge liegen im kalifornischen Santa Rosa in Schutt und Asche.
Ganze Straßenzüge liegen im kalifornischen Santa Rosa in Schutt und Asche.(Foto: REUTERS)
Freitag, 13. Oktober 2017

Über 30 Tote bei Buschbränden: Hunderte Kalifornier werden vermisst

Die Feuer in den kalifornischen Weinbauregionen entwickeln sich zur größten Katastrophe in der Geschichte des US-Bundesstaates. Polizei und Feuerwehr bergen immer mehr Tote - und die Sorge ist groß, dass es noch mehr werden. Denn es gibt viele Vermisste.

Die Zahl der Toten bei den verheerenden Bränden in Nordkalifornien ist auf mindestens 31 angestiegen. Allein im Bezirk Sonoma County seien 17 Leichen gefunden worden, teilten die Behörden mit. Seit dem Ausbruch der verheerenden Brände in der Nacht zu Montag kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen die Flammen in der Weinanbauregion nördlich von San Francisco. Schätzungen zufolge sind mehr als 3500 Häuser zerstört.

Die Sicherheitskräfte befürchten weitere Todesopfer, denn mehrere Hundert Menschen sind als vermisst gemeldet. Viele Gebiete sind ohne Strom und Telefonnetz, was das Auffinden von Angehörigen erschwert. Polizisten sind mit Spürhunden in den ausgebrannten Vierteln unterwegs.

Die Identifizierung der Leichen sei recht schwierig, sagte Polizeichef Rob Giordano. "Wir finden Leichen, die fast unversehrt sind, von anderen Leichen sind nur noch Asche und Knochen übrig". Es sei "unrealistisch" zu hoffen, dass nicht noch mehr Opfer gefunden werden, erklärte Giordano.

Brand in Sonoma County eingedämmt

Das Inferno forderte damit schon mehr Menschenleben als das verheerende Feuer von 1991 in den Hügeln der Stadt Oakland, bei dem mehr als 2800 Häuser niederbrannten. 25 Menschen kamen damals ums Leben. Der Sachschaden des "Oakland Hills"-Feuers wurde auf zwei Milliarden Dollar beziffert.

Der unermüdliche Einsatz Tausender Feuerwehrleute in Nordkalifornien zeigte aber erste Erfolge. Einer der verheerenden Brände im Bezirk Sonoma County - das sogenannte Tubbs-Feuer - sei zu zehn Prozent eingedämmt, teilten die Behörden mit. Bei starken Winden breiteten sich die Flammen jedoch an anderen Stellen weiter aus.

Am Mittwoch hatten die über 5000 Einwohner von Calistoga den Befehl erhalten, ihre Häuser schnell zu räumen. Niemand sei dort im Moment willkommen, warnte der Bürgermeister des Ausflugsortes im Napa Valley. Einige Anwohner seien trotz der Warnung geblieben. "Sie sind auf sich gestellt", sagte Chris Canning. Die Feuerwehr könne keine Rettung garantieren.

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Quelle: n-tv.de

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