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Wieso der Autofahrer seinen Pkw auf die Schienen lenkte, ist noch ungeklärt.
Wieso der Autofahrer seinen Pkw auf die Schienen lenkte, ist noch ungeklärt.(Foto: dpa)

Tödliches Unglück in Sachsen-Anhalt: ICE zermalmt Auto

Der Lokführer eines ICE auf dem Weg von Hannover nach Dresden kann nicht mehr rechtzeitig reagieren: Plötzlich steht bei Köthen in Sachsen-Anhalt ein Auto auf den Gleisen. Der Zug rast in das Fahrzeug, der Mann, der es lenkt, stirbt.

Beim Zusammenstoß eines ICE mit einem Auto ist ein Mensch ums Leben gekommen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei stand das Auto unweit von Köthen in Sachsen-Anhalt auf einem Bahnübergang. Die Polizei konnte das Opfer im Wagen zunächst nicht identifizieren. Der Lokführer erlitt einen Schock, die rund 200 Passagiere des ICE von Hannover nach Dresden blieben unverletzt, wie die Polizei in Dessau-Roßlau und die Bahn mitteilten. Bis zum frühen Nachmittag war die Strecke gesperrt.

Noch ist unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. An dem Bahnübergang gibt es sogenannte Halbschranken, die in Fahrtrichtung den Weg versperren. Allerdings lassen sie sich umfahren. Die Polizei ermittele in alle Richtungen, sagte ein Sprecher. Es kämen sowohl ein Selbstmord, ein gesundheitliches Problem des Fahrers oder auch ein technischer Defekt am Auto in Betracht. Hinweise auf einen Defekt der Schranken gebe es nicht. Der ICE darf nach Angaben der Polizei in der Region üblicherweise 160 km/h fahren.

Die Reisenden wurden mit einem Ersatzzug zum nächsten Bahnhof gebracht. Von dort ging es mit Bussen weiter. Die Strecke bei Köthen wurde für die Bergung gesperrt. Die Bahn forderte einen speziellen Hilfszug an, weil sich das Auto unter dem ICE verkeilt hatte.

Unfälle an Bahnübergängen sind häufig: Eine Statistik der Deutschen Bahn listet allein für das Jahr 2010 Vorkommnisse mit 251 Beteiligten auf. Davon starben 45 Menschen, 36 wurden schwer verletzt und 170 leicht verletzt.

Quelle: n-tv.de

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